Die von der US-Regierung zusammengestellte Liste mit russischen Politikern und Unternehmern, die möglicherweise in Zukunft mit Sanktionen belegt werden, hat bei den Betroffenen in Moskau überwiegend Schulterzucken und Kopfschütteln ausgelöst. Präsident Wladimir Putin nannte das Vorgehen der USA zwar einen "unfreundlichen Akt", der die Beziehungen zwischen beiden Staaten komplizierter mache. Vorerst sehe Russland aber von Gegenmaßnahmen ab, vielmehr sei man an einer Verbesserung der Beziehungen interessiert.
USA und Russland:Eine Sanktionsliste, die keine ist
Schulterzucken und Kopfschütteln: Russlands Präsident Putin (links) und sein Regierungschef Medwedjew bei einer Besprechug in einem Kloster nahe Moskau.
(Foto: Yekaterina Shtukina/AFP)- Die USA haben eine neue Liste mit russischen Politikern und Unternehmen veröffentlicht, die in Zukunft mit Sanktionen belegt werden könnten.
- Russland reagiert verhalten auf die Veröffentlichung und kündigt keine Gegenmaßnahmen an.
- Unter anderem steht das gesamte Kabinett von Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew auf der Liste.
Von Julian Hans, Moskau, und Hubert Wetzel, Washington

