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USA:Im Hintergrund - Die Firstfamilie

Tochter Ivanka ist das Kind, das wohl den meisten Einfluss auf ihren Vater hat. Sie hat eine besonders enge Beziehung zu ihm, Politico nennt sie sein "Lieblingskind". Schon im Wahlkampf stand die älteste Tochter und zweitälteste der fünf Trump-Nachkommen eng an der Seite des späteren Wahlgewinners - trotz der vielen frauenfeindlichen Äußerungen ihres Vaters. Sie wirkte oft mäßigend auf ihn ein. Aufmerksame Beobachter hielten fest, dass Trump eine relativ hohe Zahl seiner problematischsten Twitter-Kurznachrichten am Samstag geschrieben hat. Zu einer Zeit, da Ivanka, die zum jüdischen Glauben konvertiert ist, die strikten Vorgaben des Sabbats einhielt. An den anderen Tagen telefonierten Vater und Tochter meist mindestens zwei Mal miteinander.

Ivanka Trump, die sich selbst Feministin nennt, hat das Engagement für Frauen in der Berufswelt zum Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Die Modeunternehmerin und dreifache Mutter war entscheidend dafür verantwortlich, dass Trump in sein Wahlprogramm aufgenommen hat, die Kosten für Kinderbetreuung zukünftig von der Steuer absetzbar zu machen und arbeitenden Müttern sechs Wochen Mutterschaftsurlaub zu garantieren. Auch wenn sie, wie sie selbst gesagt hat, keine offizielle Position in der Regierung anstrebt, wird sie wohl auch weiterhin eine der wichtigsten Vertrauenspersonen ihres Vaters bleiben. Einer der wenigen Menschen, auf den er hört.

Trump-Familie

Das sind die First Kids

Die neue First Lady der Vereinigten Staaten ist im Wahlkampf vor allem durch Zurückhaltung aufgefallen. Und als sie sich auf dem Parteitag der Republikaner vor der Wahl blamierte. Dort hielt sie eine Rede, die zu großen Teilen von Michelle Obama abgekupfert war. Die Loyalität der gebürtigen Slowenin zu ihrem Mann ist groß. Sie hat ihn immer verteidigt, auch nachdem das "Pussygate"-Video bekannt wurde, in dem Donald Trump auf erniedrigende Art und Weise über Frauen spricht.

Über das Privatleben des Ehepaars Trump ist wenig bekannt. Einige biografischen Angaben über Melania Trump sind allerdings nachweislich falsch.

Sie behauptete zum Beispiel, sie habe einen Uni-Abschluss. Journalisten fanden allerdings heraus, dass sie ihr Studium (Architektur und Design) in Ljubljana nicht beendet hat. Sie ging nach Mailand und Paris, später nach New York, und wurde Model. Melania, die dritte Frau des zukünftigen Präsidenten, meidet öffentliche Auftritte. Während Donald Trump seine Tochter aus erster Ehe, Ivanka, im Wahlkampf offensiv einband, blieb seine Frau oft zu Hause in New York und kümmerte sich um Sohn Barron William, das Kind, das die beiden gemeinsam haben. Zu ihrer etwaigen Rolle im Weißen Haus sagte sie: "Ich werde Anwältin von Frauen und Kindern sein." Eine Rolle als politische Beraterin ihres Ehemannes ist aber unwahrscheinlich. Diese Aufgabe kommt Ivanka zu.