Einst waren es mehr, viel mehr. Etwa eine Viertelmillion US-Soldaten waren während des Kalten Krieges in Westdeutschland stationiert; ein Großteil wurde längst abgezogen. An noch etwa 40 Standorten in Deutschland tun von Wiesbaden bis Garmisch-Partenkirchen immer noch 35 000 US-Soldaten Dienst, teils auf kleinen Basen, teils in großen militärischen Komplexen wie in Grafenwöhr oder Ramstein. Bald allerdings dürften es deutlich weniger werden. Schon länger denkt die US-Regierung über Truppenverlegungen nach. Der Zorn von Präsident Donald Trump über die Nato, die sich im Iran-Krieg als „Papiertiger“ erwiesen habe, könnte diesen Prozess beschleunigen. Trump wolle einzelne Nato-Partner auf diese Weise „bestrafen“, berichtete das Wall Street Journal. Neben Ländern wie Spanien könne das auch Deutschland treffen.
US-Militär in DeutschlandTrumps riskanter Truppenpoker
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Der US-Präsident denkt offenbar darüber nach, amerikanische Soldaten von Deutschland in andere Länder zu verlegen. Doch diese Strafaktion könnte auch den USA schaden.
Von Daniel Brössler und Sina-Maria Schweikle, Berlin
