USA:Trump ernennt Republikaner-Chef Priebus zu seinem Büroleiter

Reince Priebus

Reince Priebus gilt als gut vernetzt in Washington - nun wird er Donald Trumps Stabsleiter im Weißen Haus.

(Foto: dpa)
  • Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich am Sonntag für den Parteivorsitzenden der Republikaner Reince Priebus als Stabschef im Weißen Haus entschieden.
  • Den Posten des Chefstrategen und Top-Beraters vergab Trump an seinen Wahlkampfmanager Stephen Bannon.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat seine mit Spannung erwarteten ersten wichtigen Personalentscheidungen getroffen: Der Chef der Republikanischen Partei, Reince Priebus, werde Stabschef im Weißen Haus, teilte Trump am Sonntag mit. Seinen Wahlkampfmanager Stephen Bannon ernannte Trump zum Chefstrategen und Top-Berater.

"Steve und Reince sind hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten, die gut in unserer Kampagne zusammengearbeitet und uns zu einem historischen Sieg geführt haben", erklärte Trump. "Ich bin begeistert, dass ich mein sehr erfolgreiches Team weiter dabei habe, um unser Land zu führen."

Der Stabschef ist der zweitwichtigste Mann im Weißen Haus. Er leitet den Mitarbeiterstab und entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt.

Im Gespräch war neben Priebus auch Trumps Wahlkampfleiter Steve Bannon. US-Medien kommentierten im Vorfeld, Trumps Entscheidung werde zeigen, ob er nach einem aggressiven Wahlkampf Kurs auf Ausgleich nimmt oder auf Konfrontation setzt.

Priebus könnte für Trump Brücken bauen

Bannon, konservativer Provokateur und ehemaliger Chef der radikalkonservativen Webseite Breitbart News, hetzt seit Jahren gegen das Establishment der Republikaner. Anders als Bannon kennt Priebus den Politikbetrieb in Washington aus dem Effeff. Er könnte für Trump Brücken bauen zu führenden Republikanern im Kongress, beispielsweise zu Paul Ryan, dem Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses. Priebus und Ryan kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Wisconsin.

Der 44-jährige Priebus war einer der ersten führenden Republikaner, die ihren Frieden mit dem in der Partei umstrittenen Präsidentschaftskandidaten Trump schlossen.

Größere Regierungserfahrung haben bislang allerdings weder Priebus noch Bannon.

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