USA Staatsanwaltschaft prüft Spenden für Trumps Amtseinführung

US-Präsident Donald Trump während der Amtseinführung in Washington im Januar 2017. (Jim Bourg/Pool Photo via AP)

(Foto: AP)
  • Der New York Times zufolge könnten Personen aus dem Nahen Osten Strohmänner genutzt haben, um Spenden zu tarnen.
  • Es geht um mögliche Einflussnahme auf die neue Regierung.
  • Für die Amtseinführung hatte das zuständige Komitee mehr als 100 Millionen Dollar an Spenden gesammelt.

Die Staatsanwaltschaft in Manhattan überprüft, ob das für die Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump zuständige Komitee Spendengelder zweckentfremdet hat. Das berichtet Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Neben der Amtseinführung würden auch Spenden an eine Trump-nahe Lobbygruppe, einen sogenannten Super PAC, untersucht, berichtet die New York Times.

Die Ermittler kontrollieren, ob einige Spender ihr Geld im Gegenzug für politische Zugeständnisse wie Einflussnahme auf Regierungsposten oder Zugang zur neuen Regierung gegeben hätten. Nach Informationen der New York Times untersuchen die Ermittler demnach, ob Personen aus dem Nahen Osten Strohmänner genutzt hätten, um Spenden für die beiden Finanzierungen zu tarnen. Die Gelder könnten unter anderem aus Qatar, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geflossen sein.

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Damit stellt sich die Kammer frontal gegen den Kurs von Präsident Trump zu Saudi-Arabien. Zudem befürwortet der Senat ein Ende der US-Unterstützung für den saudischen Militäreinsatz in Jemen.

Dem Blatt zufolge wurden die Ermittlungen durch die Ermittlungen gegen Trumps ehemaligen Anwalt Michael Cohen angestoßen. Dieser wurde am Mittwoch zu drei Jahren Haft verurteilt, unter anderem weil er den Kongress angelogen hatte. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan lehnte einen Kommentar ab, eine Stellungnahme des Präsidialamts lag zunächst nicht vor.

Trump war im Januar 2017 vereidigt worden. Für die Amtseinführung hatte das Komitee mehr als 100 Millionen Dollar an Spenden gesammelt - rund das Doppelte als bei der vormals teuersten Inauguration. Trotz des enormen finanziellen Aufwands hatte es in der Folge Diskussionen um die Veranstaltung gegeben. Zur Amtseinführung waren weniger Besucher gekommen, als zunächst angegeben. Trump kanzelte die Berichterstattung darüber als "fake news" ab.

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Erstmals äußert sich der US-Präsident zum Urteil gegen seinen früheren Vertrauten. Über diesen sagt Trump: "Er war ein Anwalt und er sollte das Gesetz kennen."