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USA:Mein Land

Indian Country

Würde das Virus ausbrechen, wären sie praktisch chancenlos: Im Cheyenne-River-Reservat leben etwa 10.000 Indianer, die meisten sind bitterarm.

(Foto: Maggie Steber / VII / Redux / la)

Die Sioux in South Dakota sind im Kampf - gegen das Coronavirus und die Regierung in Washington. Es geht um ihr Überleben. Und um die alte Frage: Wem gehört Amerikas Westen?

Von Hubert Wetzel

Remi Bald Eagle wollte immer ein Krieger sein. Er ist ein Sioux-Indianer, ein Lakota vom Stamm der Mnicoujou, und alle Männer in seiner Familie waren Krieger. Sein Vater war Soldat, ein Held, der 1944 in Italien und in der Normandie kämpfte und für seinen Mut einen Silver Star bekam. Sein Großvater war Soldat im Ersten Weltkrieg. Sitting Bull, der Sieger der Schlacht am Little Bighorn, war einer seiner Vorfahren. Seine Urgroßväter White Bull und White Feather kämpften damals mit, als die Sioux im Juni 1876 das 7. US-Kavallerieregiment unter George Armstrong Custer besiegten. "Longhair" nannten die Indianer den amerikanischen Offizier, weil sein Haar lang und gelb war wie das Präriegras nach dem ersten Frost. Als Remi Bald Eagle klein war, erzählten die Alten, es sei White Bull gewesen, der Longhair Custer getötet habe.

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