USATrump: Zölle auf Autoimporte könnten bei 25 Prozent liegen

Offen ist, ob der US-Präsident nur die Einfuhren aus bestimmten Weltregionen meint. Details will Trump Anfang April bekanntgeben. Die deutsche Autoindustrie würden höhere Zölle hart treffen.

Alle Entwicklungen im Liveblog

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Wichtige Updates
Trump: "Das werden Sie noch herausfinden" 
Fotomontage von Trump zeigt auch Kanada unter US-Flagge
Trump droht Frankreich mit 200-Prozent-Zöllen
US-kanadisches Luftverteidigungskommando Norad schickt Maschinen nach Grönland  
Dänemark und Grönland schlagen Nato-Mission in Arktis vor
Viktoria Spinrad
Viktoria Spinrad

Berichte: USA wollen Personal in Nato-Kommandozentralen abbauen 

Die USA ​planen Insidern zufolge einen Personalabbau in mehreren wichtigen Nato-Kommandozentralen. Es gehe um etwa 200 Stellen in Bereichen, die für die Planung von Militär- und Geheimdienstoperationen ‍zuständig seien, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen in dieser Woche ‌der Nachrichtenagentur Reuters. Betroffen seien unter anderem das Nato Intelligence Fusion Centre in Großbritannien und das Allied Special Operations ​Forces ⁠Command in Brüssel. Die Regierung von US-Präsident ‌Donald Trump habe einige europäische Regierungen bereits informiert. Zuerst hatte die Washington Post über die Pläne berichtet.

Ein Nato-Vertreter erklärte auf Anfrage, ​Veränderungen bei der US-Personalstärke ‍seien nicht ungewöhnlich. Die US-Präsenz in ‌Europa sei zudem so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium ließen Anfragen bisher unbeantwortet. Den Insidern zufolge würde der Schritt die Zahl des US-Personals in den ⁠betroffenen Einheiten in ​etwa halbieren.

Gemessen an den etwa 80 000 in Europa stationierten US-Soldaten ist die absolute Zahl der gestrichenen Stellen zwar gering, die ‍symbolische Wirkung gilt jedoch als brisant. Der Schritt fügt ‌sich in die Strategie der US-Regierung ein, militärische Ressourcen stärker auf die westliche Hemisphäre zu konzentrieren. In Europa dürfte die Maßnahme die Sorge um die Zukunft des Bündnisses weiter schüren.
Julia Daniel
Julia Daniel

Trump glaubt trotz Grönland-Zöllen an EU-Investitionen in den USA 

Der US-Präsident hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Staaten der Europäischen Union weiterhin in den USA investieren werden, selbst wenn er neue Zölle verhängt. Trump hat einen Zoll von zehn Prozent auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Finnland ab dem 1. Februar angekündigt. Dieser soll im Juni auf 25 Prozent steigen, sofern es keine Einigung über Grönland gibt. Der US-Präsident strebt an, die Kontrolle über Grönland zu erlangen. Dieses Vorhaben hat in Europa für erhebliche Verärgerung gesorgt.

Zuvor hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag erklärt, Trumps Drohungen seien ein „Fehler“ und würden gegen das Abkommen verstoßen, das er im vergangenen Jahr mit der EU geschlossen habe. Mögliche Vergeltungsmaßnahmen werden derzeit in Brüssel ausgearbeitet, was eine Eskalation auslösen und das Abkommen gefährden könnte. Der US-Präsident spielte die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorgehens jedoch herunter.

„Ich bezweifle das“, sagte Donald Trump am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus auf die Frage, ob Grönland-bezogene Zölle die EU dazu veranlassen könnten, ihre Investitionszusagen zurückzunehmen. „Sie brauchen dieses Abkommen mit uns sehr dringend. Wirklich sehr dringend, sie haben hart dafür gekämpft. Deshalb bezweifle ich das.“
Amelie Schmidt

Trump bedauert die Tötung von Renee Good - ihre Eltern waren Trump-Fans

Die junge Frau wurde bei einem Einsatz von einem ICE-Beamten in ihrem Auto in Minneapolis erschossen.  Der US-Präsident Donald Trump spricht nun, während eines Auftritts vor Journalisten in Weißen Haus, zum ersten Mal von Fehlern der Beamten und erklärt ihr Tod sei eine "Tragödie".  Dabei geht er allerdings nicht so sehr auf das Opfer ein, sondern vielmehr auf den Fakt, dass ihre Eltern, insbesondere ihr Vater, große Trump-Anhänger gewesen seien beziehungsweise "hoffentlich immer noch sind", wie Trump hinzufügt. „Er war ganz auf Trumps Seite, liebte Trump, und wissen Sie, es ist schrecklich“, sagte der Präsident. 

Er räume ein, dass Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde manchmal Fehler machen, auch wenn er seine harte Vorgehensweise gegen Migranten, die zu Protesten in Städten im ganzen Land geführt hat, weitgehend verteidigte. „Sie werden Fehler machen. Manchmal geht die ICE zu hart mit jemandem um, sie haben es mit schwierigen Menschen zu tun, da passieren Fehler. Das kann manchmal vorkommen“, sagte der Präsident.
Dimitri Taube

Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum „Friedensrat“ an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Einladung von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme am sogenannten „Friedensrat“ für den Gazastreifen angenommen. Das gab sein Büro auf der Plattform X bekannt. 

Der „Friedensrat“ ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für den Gazastreifen. Diese zweite Phase sieht ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Hamas vor, was die Terrororganisation ablehnt. 

Allerdings gibt es Hinweise, dass die US-Regierung das Mandat des Rats stark erweitern möchte und sich der „Friedensrat“ um Krisen und Konflikte weltweit kümmern soll. Auch andere Staaten haben bereits Einladungen für den Rat erhalten. 

Ungeachtet zurückhaltender Rückmeldungen europäischer Verbündeter plant Trump für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu diesem Rat. Medienberichten zufolge will er dann die sogenannte „Charta des Friedensrates“ unterzeichnen. Das dürfte am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden.
Philipp Saul
Philipp Saul

Trump: "Das werden Sie noch herausfinden" 

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus wird US-Präsident Donald Trump kurz vor seinem Aufbruch nach Davos gefragt, wie weit er zu gehen bereit sei, um Grönland zu erwerben. Seine Antwort ist kurz und knapp: „Das werden Sie noch herausfinden.“ Der US-Präsident dringt derzeit mit herber Rhetorik darauf, dass Grönland, was zum Nato-Partner Dänemark gehört, Teil der Vereinigten Staaten werden müsse.

Wie die New York Times berichtet, wurde Trump auch nach einem möglichen Zerfall der Nato gefragt. „Ich denke, wir werden eine Lösung finden, mit der sowohl die Nato als auch wir sehr zufrieden sein werden“, gab er sich optimistisch und selbstgewiss. Angesprochen auf die Proteste der Grönländer, die nicht Teil der USA werden wollen, sagte er: „Ich habe noch nicht mit ihnen gesprochen.“ Und weiter: 
Wenn ich mit ihnen spreche, werden sie sicher begeistert sein. 
Donald Trump
Philipp Saul
Philipp Saul

US-Einheiten beschlagnahmen weiteren Öltanker

Die USA haben in der Karibik einen weiteren Öltanker aufgebracht. Das Motorschiff Sagitta habe sich der von US-Präsident Donald Trump verhängten Blockade für sanktionierte Tanker widersetzt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Die USA seien entschlossen sicherzustellen, dass nur ordnungsgemäß und rechtmäßig koordiniertes Öl das südamerikanische Land Venezuela verlässt, hieß es weiter. Laut Southcom verlief der Einsatz erneut „ohne Zwischenfälle“.
Philipp Saul
Philipp Saul

Trump geht juristisch gegen Demokraten in Minnesota vor

Die US-Regierung geht juristisch gegen den ​Gouverneur des Bundesstaates Minnesota vor, nachdem dieser das Vorgehen der Bundeseinwanderungsbehörde ICE und die Migrationspolitik von Präsident Donald Trump scharf kritisiert hat. Gouverneur Tim Walz, Generalstaatsanwalt Keith Ellison und dem Bürgermeister von ‍Minneapolis, Jacob Frey, seien Vorladungen einer Grand Jury zugestellt worden, teilte das Justizministerium in Washington mit. Die oppositionellen demokratischen Politiker würden darin aufgefordert, Dokumente offenzulegen.

Bürgermeister Frey veröffentlichte das an ihn gerichtete Schreiben. Darin wird sein Büro angewiesen, sämtliche Unterlagen seit ​Anfang ⁠2025 herauszugeben, die sich auf die „Zusammenarbeit oder mangelnde Zusammenarbeit ‌mit den Bundeseinwanderungsbehörden“ beziehen. Frey sprach von dem Versuch, lokale Stimmen mundtot zu machen. „Wir sollten nicht in einem Land leben, in dem die Bundesstrafverfolgung dazu benutzt wird, Politik zu machen oder ​gegen lokale Stimmen ‍vorzugehen, deren Meinung man nicht teilt.“ Walz bezeichnete ‌die Ermittlungen als Ablenkungsmanöver. Es gehe darum, Staatsbedienstete einzuschüchtern, die an der Seite ihrer Gemeinden stünden.

Hintergrund ist das beispiellose Vorgehen der Bundesbehörden gegen illegale Einwanderung in der Region. Trump hat in den vergangenen Wochen Tausende Behördenmitarbeiter in den Großraum Minneapolis entsandt. Das Auftreten der bewaffneten ⁠und oft maskierten Einsatzkräfte in militärischer ​Tarnkleidung hat zu lautstarken Protesten der Bevölkerung geführt. Die US-Regierung macht Walz und Frey für die Unruhen verantwortlich, was diese zurückweisen.

Die Lage hatte sich vor ‍knapp zwei Wochen weiter zugespitzt, als die US-Bürgerin Renee Good ‌in ihrem Auto von einem ICE-Mitarbeiter erschossen wurde. Zudem setzten Bundeskräfte Tränengas und andere Reizstoffe gegen Demonstranten ein. Für Empörung sorgte auch das Vorgehen gegen schwarze, lateinamerikanische und asiatisch-stämmige US-Bürger, die offenbar aufgrund ihrer Hautfarbe kontrolliert oder festgenommen wurden. In einem Fall wurde ‍ein Mann am Sonntag in Unterwäsche und Sandalen fälschlicherweise aus seinem Haus ⁠gezerrt. 
Philipp Saul
Philipp Saul

Dänischer Pensionsfonds stößt sämtliche US-Staatsanleihen ab

Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension ​will inmitten des Streits um Grönland seine gesamten Bestände an US-Staatsanleihen verkaufen. Es handele sich um Papiere im Wert von etwa 100 Millionen Dollar, teilte der Fonds in Kopenhagen mit. Der Verkauf solle bis Ende des Monats abgeschlossen sein. „Die Entscheidung wurzelt in den ‌schlechten US-Staatsfinanzen, die uns zu dem Schluss bringen, dass wir uns um einen alternativen Weg für unser Liquiditäts- und Risikomanagement ​bemühen müssen“, betonte ⁠Investmentdirektor Anders Schelde in einer schriftlichen Erklärung.

AkademikerPension erklärte ‌zwar, dass die Entscheidung keine politische Aktion im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Dänemark und den USA wegen Grönland sei. Schelde fügte jedoch hinzu: „Es steht also nicht in ​direktem Zusammenhang mit ‍dem anhaltenden Zerwürfnis zwischen den USA und ‌Europa, aber natürlich hat das die Entscheidung nicht erschwert.“ Damit spielte er auf die politischen Spannungen an, die die Beziehungen belastet haben.

AkademikerPension verwaltet den Angaben auf seiner Webseite zufolge ein Vermögen von insgesamt 164 Milliarden Dänischen Kronen. Dies entspricht umgerechnet ⁠knapp 26 Milliarden Dollar oder ​etwa 22 Milliarden Euro. Der Verkauf der US-Anleihen betrifft damit einen vergleichsweise kleinen Teil des Gesamtportfolios, hat aber eine hohe symbolische Bedeutung.
Amelie Schmidt

Fotomontage von Trump zeigt auch Kanada unter US-Flagge

US-Präsident Donald Trump macht mit einer Fotomontage deutlich, dass er neben Grönland auch Kanada unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Auf seiner Online-Plattform Truth Social veröffentlicht er zwei Fotomontagen: Auf einem der Bilder wird Trump im Oval Office mit europäischen Staats- und Regierungschefs und einem Plakat gezeigt, auf dem neben den USA auch Venezuela, Grönland und Kanada in US-Flagge dargestellt sind. Trump hatte bereits mehrfach öffentlich mit dem Gedanken gespielt, Kanada unter US-Kontrolle zu bringen. Das Nachbarland solle der „51. Bundesstaat“ werden. Der kanadische Premierminister Mark Carney hatte Trumps territorialen Ambitionen vergangenen Mai eine klare Absage erteilt.

Auf einem zweiten von Trump geteilten Foto ist der US-Präsident bei der Eroberung Grönlands dargestellt. Auf einem Schild ist „Grönland - US-Territorium, gegründet 2026“ zu lesen. Neben Trump sind auch US-Vizepräsident J. D. Vance und US-Außenminister Marco Rubio zu sehen. Trump will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. 
Nadja Lissok
Nadja Lissok

Trump will in Davos über Grönland reden - Rutte: "Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen"

US-Präsident Donald Trump hat mit Blick auf den Grönland-Konflikt ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos angekündigt. Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen, schrieb er auf Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, ließ der Republikaner offen.

Trump veröffentlichte zudem eine private Nachricht, die ihm Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit Blick auf die Gespräche in Davos geschrieben hatte. In dieser hieß es: „Herr Präsident, lieber Donald – was Du in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. Ich werde meine Medienauftritte in Davos nutzen, um Deine Arbeit dort, in Gaza und in der Ukraine hervorzuheben. Ich bin entschlossen, in der Grönland-Frage einen Weg nach vorn zu finden. Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Dein Mark.“ Eine Bündnissprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Nachricht authentisch ist. 
Nadja Lissok
Nadja Lissok

Macron will USA, Dänemark und Russland an einen Tisch bringen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein Treffen der G-7-Staaten mit Russland und Dänemark am Donnerstag in Paris vorgeschlagen. Das geht aus privaten Textnachrichten zwischen Macron und Trump hervor, die der US-Präsident auf der Plattform Truth Social teilte. Der Élysée-Palast bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Nachrichten. Den abfotografierten Textnachrichten zufolge regt Macron ein Treffen der großen westlichen Industrienationen in Paris im Anschluss an das Weltwirtschaftsforum in Davos an. Trump wird am Mittwoch in dem Schweizer Alpenort erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird.  Hinzukommen sollen Macrons Ansicht nach Vertreter der Ukraine, Dänemarks, Syriens und Russlands. Der Kreml hat allerdings noch keine Einladung erhalten, sagte Sprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge auf eine entsprechende Anfrage.

Macron merkte in den privaten Textnachrichten an Trump an, dass Frankreich und die Vereinigten Staaten „völlig im Einklang“ mit Blick auf den weiteren Kurs in Syrien seien. Zudem könnten sie „großartige Dinge“ in Iran erreichen. Zugleich moniert Macron in den veröffentlichten Nachrichten, er verstehe nicht, was Trump mit Blick auf Grönland im Schilde führe. Der US-Präsident will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Zum Grönland-Konflikt hieß es aus Macrons Umfeld, dass die Achtung der Souveränität und territorialen Integrität der Staaten für Frankreich nicht verhandelbar sei und Frankreichs Engagement als Nato-Verbündeter für die Sicherheit in der Arktis unverändert bleibe.  
Christoph Heinlein
Christoph Heinlein

Trump droht Frankreich mit 200-Prozent-Zöllen

US-Präsident Donald Trump ​hat Strafzölle auf französischen Wein und Champagner ins Spiel gebracht, um Präsident Emmanuel Macron zur Teilnahme an seinem geplanten globalen „Friedensrat“ ‍zu bewegen. Auf die Frage eines Reporters nach einer möglichen Weigerung ‌Macrons sprach Trump von Zöllen von 200 Prozent. Dann werde Macron beitreten, „aber er muss es nicht“. ​Niemand ⁠wolle ihn, weil er bald aus seinem ‌Amt scheiden werde, sagte Trump. Macrons zweite und letzte Amtszeit endet im nächsten Jahr.

Trumps Pläne für einen globalen „Friedensrat“ parallel ​zu den Vereinten Nationen ‍sind auf gemischte Reaktionen ‌gestoßen. Insidern zufolge beabsichtigt Frankreich, die Einladung abzulehnen. Die Initiative werfe Fragen zur Rolle der Vereinten Nationen auf, verlautete es aus dem Umfeld von Macron. Die UN dürften nicht infrage gestellt werden.

Lesen Sie mehr zu Trumps „Friedensrat“, der über den Gazastreifen hinaus wirken soll:
Katja Guttmann
Katja Guttmann

US-kanadisches Luftverteidigungskommando Norad schickt Maschinen nach Grönland  

Das von den USA und Kanada geführte Nordamerikanische Luftverteidigungskommando (Norad) schickt nach eigenen Angaben im Rahmen lange geplanter Aktivitäten Flugzeuge nach Grönland. Dies sei mit Dänemark abgestimmt und auch die Regierung Grönlands sei informiert, teilte Norad auf der Plattform X mit.

Ankündigungen wie diese wären nicht weiter bemerkenswert, wäre die Lage zwischen den USA und europäischen Ländern nicht so angespannt, wie sie gerade ist: Die USA erheben Anspruch auf das zu Dänemark gehörende Grönland - ein Konflikt zwischen Verbündeten, der für beispiellose Verunsicherung innerhalb des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato sorgt.

Norad teilte mit, die Flugzeuge würden bald auf dem US-Militärflugplatz Pituffik Space Base in Grönland eintreffen. Bei dem Einsatz handele es sich um langfristig geplante Norad-Aktivitäten, die auf der dauerhaften Verteidigungszusammenarbeit zwischen den USA, Kanada und Dänemark aufbauen.

Norad ist eine gemeinsame Einrichtung der Vereinigten Staaten und Kanadas zur Überwachung des Luft- und Weltraums zum Schutz Nordamerikas. Der Kommandant ist sowohl dem US-Präsidenten als auch dem kanadischen Premierminister unterstellt. Eigenen Angaben zufolge führt Norad immer wieder routinemäßig Einsätze zur Verteidigung Nordamerikas durch.
Katja Guttmann
Katja Guttmann

Dänemark und Grönland schlagen Nato-Mission in Arktis vor

Dänemark und Grönland haben Nato-Generalsekretär Mark Rutte eine Mission des Bündnisses in der Arktis vorgeschlagen. Das teilte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt nach einem Treffen mit Rutte mit. Man habe besprochen, wie wichtig die Arktis – einschließlich Grönlands – für die gemeinsame Sicherheit sei und wie Dänemark seine Investitionen dafür erhöhen könne, schreibt Rutte auf X. „Wir werden weiter als Verbündete in diesen wichtigen Fragen zusammenarbeiten.“

Der dänische Verteidigungsminister sagte demnach, die USA seien wichtig für die europäische Sicherheit. „Es gibt viele Dinge, die Europa nicht alleine stemmen kann“, sagte er. „Aber manche Aussagen, die vom US-Präsidenten kommen, tun richtig weh“, fügte Poulsen hinzu. Was Dänemark und Grönland bei dem Vorschlag einer Nato-Mission in der Arktis genau vorschwebt, ist nicht bekannt. Die Besitzansprüche der USA auf Grönland sind auch deswegen so brisant, weil die Vereinigten Staaten Teil der Nato sind und sich Trumps Drohung, die Insel unter die Kontrolle seines Landes zu bringen, gegen einen Verbündeten geht. Er hat auch bereits zu verstehen gegeben, dass er den Schutz Grönlands durch die Nato für nicht ausreichend hält. 
Amelie Schmidt
Souveränität ist kein Handelsgut.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf der Social-Media-Plattform X.
© SZ/dpa/epd/KNA/Reuters/Bloomberg - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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