Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zur US-Wahl.
Wichtige Updates
Neue Proteste gegen Abschiebe-Razzien, Demokraten fordern Entlassung des Grenzschutzchefs
Heimatschutzministerium spricht in Minneapolis von „Notwehr“, Ministerin weicht kritischen Fragen aus
WHO kontert US-Vorwürfe erstmals deutlich
Trump: Geheime US-Störwaffe half bei Einsatz in Venezuela
Gouverneur Walz: „Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt“
Michelle Ostwald
Eltern von Todesopfer in Minneapolis bezichtigen US-Regierung der Lüge
Die Eltern des am Samstag in Minneapolis erschossenen Mannes werfen den Einsatzkräften vor, ihren Sohn ohne legitimen Grund erschossen zu haben. Die Regierung, die die Schüsse eines Beamten als Notwehr bezeichnet hatte, lüge, heißt es in einer Stellungnahme der Familie von Alex Pretti, die von mehreren US-Medien veröffentlicht wurde. Anders als behauptet, habe der 37-jährige Krankenpfleger keine Bedrohung für die Beamten dargestellt, als er von den Einsatzkräften attackiert wurde.
Abgefeuert wurden die Schüsse offenbar von Uniformierten der Grenzschutzeinheit Border Patrol, die in Minneapolis – wie die Einwanderungsbehörde ICE – seit Wochen zunehmend brutale Razzien gegen Immigranten und andere ihnen verdächtige Menschen ausführt.
„Die abscheulichen Lügen, die die Regierung über unseren Sohn verbreitet, sind verwerflich und widerwärtig“, heißt es in der Stellungnahme der Familie. Ihr Sohn halte eindeutig keine Waffe in der Hand, als er angegriffen werde. Er habe lediglich versucht, eine von einem Beamten zu Boden gebrachte Frau zu schützen, und sei mit Pfefferspray besprüht worden, bevor die Schüsse fielen. Die Wahrheit müsse ans Licht gebracht werden.
Von dem Vorfall vom Samstagmorgen (Ortszeit) auf einer Straße der US-Großstadt kursieren Videos aus verschiedenen Perspektiven im Netz. Auf einem davon, das die Deutsche Presse-Agentur verifiziert hat, ist zu sehen, wie mehrere Vermummte in Einsatzkleidung eine Person gewaltsam zu Boden bringen und versuchen, diese zu fixieren. Offenkundig handelt es sich dabei um Alex Pretti. Am Ende wird er von acht Einsatzkräften umringt.
Dann fallen Schüsse, dem Ton nach sind es etwa zehn. Es kann sein, dass verschiedene Personen schießen, eindeutig ist das den Aufnahmen nicht zu entnehmen. Auch als die Person regungslos am Boden liegt, schießt mindestens einer der Vermummten weiter auf sie. Zur Frage der möglichen Bewaffnung des Mannes kann man anhand der von dpa überprüften Videos keine Aussage treffen.
Mehr zu dem tödlichen Vorfall in Minneapolis lesen Sie hier:
Abgefeuert wurden die Schüsse offenbar von Uniformierten der Grenzschutzeinheit Border Patrol, die in Minneapolis – wie die Einwanderungsbehörde ICE – seit Wochen zunehmend brutale Razzien gegen Immigranten und andere ihnen verdächtige Menschen ausführt.
„Die abscheulichen Lügen, die die Regierung über unseren Sohn verbreitet, sind verwerflich und widerwärtig“, heißt es in der Stellungnahme der Familie. Ihr Sohn halte eindeutig keine Waffe in der Hand, als er angegriffen werde. Er habe lediglich versucht, eine von einem Beamten zu Boden gebrachte Frau zu schützen, und sei mit Pfefferspray besprüht worden, bevor die Schüsse fielen. Die Wahrheit müsse ans Licht gebracht werden.
Von dem Vorfall vom Samstagmorgen (Ortszeit) auf einer Straße der US-Großstadt kursieren Videos aus verschiedenen Perspektiven im Netz. Auf einem davon, das die Deutsche Presse-Agentur verifiziert hat, ist zu sehen, wie mehrere Vermummte in Einsatzkleidung eine Person gewaltsam zu Boden bringen und versuchen, diese zu fixieren. Offenkundig handelt es sich dabei um Alex Pretti. Am Ende wird er von acht Einsatzkräften umringt.
Dann fallen Schüsse, dem Ton nach sind es etwa zehn. Es kann sein, dass verschiedene Personen schießen, eindeutig ist das den Aufnahmen nicht zu entnehmen. Auch als die Person regungslos am Boden liegt, schießt mindestens einer der Vermummten weiter auf sie. Zur Frage der möglichen Bewaffnung des Mannes kann man anhand der von dpa überprüften Videos keine Aussage treffen.
Mehr zu dem tödlichen Vorfall in Minneapolis lesen Sie hier:
Dimitri Taube
Minneapolis: Anordnung zum Schutz von Beweismitteln
Nach den tödlichen Schüssen bei einem Einsatz von US-Bundesbeamten in Minneapolis hat ein Richter eine einstweilige Verfügung zum Schutz der Beweismittel erlassen. Den Bundesbehörden ist es dem Gerichtsdokument zufolge untersagt, Beweismittel in Zusammenhang mit der Schussabgabe unter Beteiligung von Bundesbeamten zu „zerstören oder zu verändern“. Ausdrücklich gehe es auch um Beweismittel, die bereits vom Tatort entfernt worden waren.
Geklagt hatten die Behörden von Minnesota gegen die Regierung von Präsident Donald Trump und deren untergeordnete Behörden wie das Heimatschutzministerium. Die Behörden des Bundesstaates werfen den Bundesbehörden vor, Beweismittel zurückzuhalten. Für Montag ist um 14 Uhr Ortszeit eine Anhörung angesetzt.
Geklagt hatten die Behörden von Minnesota gegen die Regierung von Präsident Donald Trump und deren untergeordnete Behörden wie das Heimatschutzministerium. Die Behörden des Bundesstaates werfen den Bundesbehörden vor, Beweismittel zurückzuhalten. Für Montag ist um 14 Uhr Ortszeit eine Anhörung angesetzt.
Dimitri Taube
Neue Proteste gegen Abschiebe-Razzien, Demokraten fordern Entlassung des Grenzschutzchefs
Nach den tödlichen Schüssen auf Alex Pretti haben in Minneapolis erneut viele Menschen gegen Abschiebe-Razzien und die Niederschlagung friedlichen Widerstands dagegen protestiert. Zudem fanden sich Dutzende Menschen mit Kerzen zu einer Mahnwache vor dem Wohnhaus des Getöteten zusammen.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom forderte den Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem und die Entlassung des Grenzschutzchefs Greg Bovino, der für die Umsetzung von Donald Trumps Abschiebepolitik zuständig ist. Zudem drohen die Demokraten im US-Senat nun damit, Haushaltsmittel für die Heimatschutzbehörde zu blockieren.
Minnesotas Regierung und die Stadtverwaltung von Minneapolis forderten Präsident Trump auf, die mit der Umsetzung seiner radikalen Abschiebepolitik beauftragten Einsatzkräfte aus der Großstadt abzuziehen. Bürgermeister Jacob Frey bat die Nationalgarde des Bundesstaats um Hilfe, weil die Polizei „wegen der Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit durch Beamte der Einwanderungsbehörde“ personelle Unterstützung benötige.
Minnesotas Gouverneur Tim Walz, wie Frey ein Demokrat, kündigte an, dass der Bundesstaat die Aufklärung der tödlichen Schüsse selbst in die Hand nehmen werde, da der Trump-Regierung nicht zu trauen sei. „Minnesotas Justiz wird das letzte Wort in dieser Sache haben. Sie muss das letzte Wort haben“, sagte er in einer Pressekonferenz. „Diese Besetzung Minnesotas durch die Bundesregierung hat schon lange nichts mehr mit der Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen zu tun. Es ist eine Kampagne organisierter Brutalität gegen die Bevölkerung unseres Bundesstaats.“
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom forderte den Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem und die Entlassung des Grenzschutzchefs Greg Bovino, der für die Umsetzung von Donald Trumps Abschiebepolitik zuständig ist. Zudem drohen die Demokraten im US-Senat nun damit, Haushaltsmittel für die Heimatschutzbehörde zu blockieren.
Minnesotas Regierung und die Stadtverwaltung von Minneapolis forderten Präsident Trump auf, die mit der Umsetzung seiner radikalen Abschiebepolitik beauftragten Einsatzkräfte aus der Großstadt abzuziehen. Bürgermeister Jacob Frey bat die Nationalgarde des Bundesstaats um Hilfe, weil die Polizei „wegen der Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit durch Beamte der Einwanderungsbehörde“ personelle Unterstützung benötige.
Minnesotas Gouverneur Tim Walz, wie Frey ein Demokrat, kündigte an, dass der Bundesstaat die Aufklärung der tödlichen Schüsse selbst in die Hand nehmen werde, da der Trump-Regierung nicht zu trauen sei. „Minnesotas Justiz wird das letzte Wort in dieser Sache haben. Sie muss das letzte Wort haben“, sagte er in einer Pressekonferenz. „Diese Besetzung Minnesotas durch die Bundesregierung hat schon lange nichts mehr mit der Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen zu tun. Es ist eine Kampagne organisierter Brutalität gegen die Bevölkerung unseres Bundesstaats.“
Dimitri Taube
Heimatschutzministerium spricht in Minneapolis von „Notwehr“, Ministerin weicht kritischen Fragen aus
Nach den tödlichen Schüssen am Samstag in Minneapolis hat das US-Heimatschutzministerium den Fall als Notwehr des Beamten dargestellt. Der erschossene Alex Pretti sei bewaffnet gewesen, behauptete das Ministerium, und widersprach damit der Familie des Opfers.
Die Bundesbeamten seien an einem Einsatz gegen einen wegen Körperverletzung gesuchten Ausländer beteiligt gewesen, der sich illegal in den USA aufhalten soll, als sich eine Person mit Halbautomatikpistole genähert habe. Das Ministerium präsentierte dazu ein Foto der mutmaßlichen Waffe – laut Präsident Donald Trump war sie geladen.
Die Beamten hätten versucht, den Träger der Pistole zu entwaffnen, doch dieser habe Widerstand geleistet, schilderte das Heimatschutzministerium. Dann habe einer der Sicherheitskräfte die tödlichen Schüsse abgegeben. Fragen dazu, ob Pretti die legale Waffe überhaupt gezogen habe und ob er nicht augenscheinlich schon vor dem ersten Schuss entwaffnet worden sei, wich Heimatschutzministerin Kristi Noem auf einer Pressekonferenz aus.
Stattdessen warf die Republikanerin, deren Partei sich traditionell für das freie Recht zum Tragen einer Waffe einsetzt, die Gegenfrage auf, warum ein Demonstrant denn überhaupt eine Pistole mit sich führe. Trumps einflussreicher Vizestabschef Stephen Miller bezeichnete Pretti – der nicht vorbestraft war – nach dem blutigen Vorfall gar als „inländischen Terroristen“.
Die Bundesbeamten seien an einem Einsatz gegen einen wegen Körperverletzung gesuchten Ausländer beteiligt gewesen, der sich illegal in den USA aufhalten soll, als sich eine Person mit Halbautomatikpistole genähert habe. Das Ministerium präsentierte dazu ein Foto der mutmaßlichen Waffe – laut Präsident Donald Trump war sie geladen.
Die Beamten hätten versucht, den Träger der Pistole zu entwaffnen, doch dieser habe Widerstand geleistet, schilderte das Heimatschutzministerium. Dann habe einer der Sicherheitskräfte die tödlichen Schüsse abgegeben. Fragen dazu, ob Pretti die legale Waffe überhaupt gezogen habe und ob er nicht augenscheinlich schon vor dem ersten Schuss entwaffnet worden sei, wich Heimatschutzministerin Kristi Noem auf einer Pressekonferenz aus.
Stattdessen warf die Republikanerin, deren Partei sich traditionell für das freie Recht zum Tragen einer Waffe einsetzt, die Gegenfrage auf, warum ein Demonstrant denn überhaupt eine Pistole mit sich führe. Trumps einflussreicher Vizestabschef Stephen Miller bezeichnete Pretti – der nicht vorbestraft war – nach dem blutigen Vorfall gar als „inländischen Terroristen“.
Michelle Ostwald
Australien tauscht nach Trump-Kritik Botschafter in den USA aus
Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump tauscht Australien seinen Botschafter in den USA aus. Der Chef des Verteidigungsministeriums, Greg Moriarty, werde den Posten in Washington, D.C., übernehmen, sagte Premierminister Anthony Albanese am Sonntag. Moriarty löst den früheren Premierminister Kevin Rudd ab, der sein Amt ein Jahr früher als geplant aufgeben wird.
Rudd, der sich vor seiner Zeit als Botschafter kritisch über Trump geäußert hatte, kündigte Anfang des Monats an, sein Amt im März niederzulegen. Trump hatte Rudd im Oktober bei einer Veranstaltung im Weißen Haus kritisiert: "Ich kann Sie auch nicht leiden, und das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern", sagte der US-Präsident. Albanese bezeichnete den neuen Botschafter Moriarty als "herausragenden australischen Beamten". Die US-Regierung sei über die Personalie informiert worden und habe zugestimmt, sagte er.
Michelle Ostwald
Bericht: USA investieren 1,6 Milliarden Dollar in Seltene-Erden-Firma
Laut einem Bericht der Financial Times (FT) plant die US-Regierung eine Investition von 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen USA Rare Earth. Im Gegenzug solle die Regierung einen Anteil von zehn Prozent an dem auf Seltene Erden spezialisierten Unternehmen erhalten, berichtete die Zeitung am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Bekanntgabe der staatlichen Investition sowie einer separaten privaten Finanzierung in Höhe von einer Milliarde Dollar sei für Montag geplant. Stellungnahmen des Weißen Hauses und von USA Rare Earth lagen bisher nicht vor.
Mit dem Geschäft solle die heimische Produktion von kritischen und strategischen Rohstoffen gefördert werden, die für die Halbleiterlieferkette und die nationale Sicherheit der USA unerlässlich seien, so ein Beamter im US-Handelsministerium laut FT. Die Regierung in Washington will die Abhängigkeit von China bei wichtigen Rohstoffen verringern. Peking hat seine Vormachtstellung bei diesen Rohstoffen in der Vergangenheit als Druckmittel bei Handelsverhandlungen eingesetzt. Im vergangenen Jahr hatte sich die US-Regierung bereits an den Unternehmen MP Materials, Lithium Americas und Trilogy Metals beteiligt.
USA Rare Earth erschließt derzeit eine Mine in Texas und eine Anlage zur Herstellung von Neodym-Magneten in Oklahoma, die im ersten Halbjahr 2026 die kommerzielle Produktion aufnehmen soll.
Michelle Ostwald
Trump lobt britische Soldaten als "großartigste Kämpfer"
Nach der Empörung über seine abfälligen Kommentare zu Nato-Truppen in Afghanistan hat US-Präsident Donald Trump die Leistungen britischer Soldaten gewürdigt. "Die großartigen und sehr mutigen Soldaten des Vereinigten Königreichs werden immer an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika stehen!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In Afghanistan seien 457 von ihnen gefallen und viele schwer verwundet worden, "sie gehörten zu den großartigsten Kämpfern".
Trump hatte mit seinen umstrittenen Äußerungen zu Nato-Truppen in Afghanistan für Empörung in Großbritannien, aber auch in Polen, Italien und Deutschland gesorgt.
Trump hatte mit seinen umstrittenen Äußerungen zu Nato-Truppen in Afghanistan für Empörung in Großbritannien, aber auch in Polen, Italien und Deutschland gesorgt.
Michelle Ostwald
"Unerträglich": Rod Stewart fordert Entschuldigung von Trump
Der britische Musiker Rod Stewart (81) hat mit einem eindringlichen Video auf die abfälligen Äußerungen von US-Präsident zu Nato-Truppen in Afghanistan reagiert. Er habe "großen Respekt vor unseren Streitkräften, die gekämpft und uns unsere Freiheit gegeben haben", sagte der Musiker in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg in dem Instagram-Beitrag. Daher schmerze es ihn "zutiefst", wenn er lese, dass Trump "unsere Truppen in Afghanistan dafür kritisiert hat, nicht an der Front gewesen zu sein".
Trump hatte im Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch "ein wenig" zurück geblieben, "etwas abseits der Frontlinien".
"Wir haben über 400 unserer Männer verloren", erklärte Stewart dazu. "Denkt an ihre Eltern. Denkt darüber nach." Trump bezeichne sie beinahe als Feiglinge. Das sei "unerträglich". "Ich mag vielleicht nur ein bescheidener Rockstar sein", sagte Stewart, der in dem Instagram-Beitrag ein weißes Rüschenhemd und Jackett trägt und in einem prunkvollen Raum vor einem Kamin steht. Er sei aber auch ein "Ritter des Reiches" und habe seine Überzeugungen. 2016 war Stewart von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden.
An den britischen Premierminister Keir Starmer und an den Rechtspopulisten Nigel Farage, dessen Partei Reform UK seit Monaten die Umfragen anführt, gewandt, appellierte er, dafür zu sorgen, dass Trump sich entschuldigt. "Bitte!" Danach salutiert er.
Trump hatte im Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch "ein wenig" zurück geblieben, "etwas abseits der Frontlinien".
"Wir haben über 400 unserer Männer verloren", erklärte Stewart dazu. "Denkt an ihre Eltern. Denkt darüber nach." Trump bezeichne sie beinahe als Feiglinge. Das sei "unerträglich". "Ich mag vielleicht nur ein bescheidener Rockstar sein", sagte Stewart, der in dem Instagram-Beitrag ein weißes Rüschenhemd und Jackett trägt und in einem prunkvollen Raum vor einem Kamin steht. Er sei aber auch ein "Ritter des Reiches" und habe seine Überzeugungen. 2016 war Stewart von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden.
An den britischen Premierminister Keir Starmer und an den Rechtspopulisten Nigel Farage, dessen Partei Reform UK seit Monaten die Umfragen anführt, gewandt, appellierte er, dafür zu sorgen, dass Trump sich entschuldigt. "Bitte!" Danach salutiert er.
Michelle Ostwald
WHO kontert US-Vorwürfe erstmals deutlich
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die andauernden Vorwürfe der US-Regierung erstmals ausführlich gekontert. Die Organisation zitiert aus einer Stellungnahme der US-Regierung von Donnerstag und weist die Anschuldigungen zurück. Die USA hatten damit ihren vor einem Jahr angekündigten Austritt aus der Organisation besiegelt.
US-Außenminister Marco Rubio und der US-Gesundheitsminister Robert Kennedy hatten unter anderem geschrieben: "Selbst als wir die Organisation verließen, hat die WHO alles, was Amerika für sie getan hat, in Verruf gebracht und in den Dreck gezogen." Als Beispiel führten sie an, die WHO habe sich geweigert, eine US-Flagge auszuhändigen. Sie meldeten später, die Flagge sei nun wieder in US-Besitz.
Die WHO habe nichts in Verruf gebracht oder in den Dreck gezogen, heißt es von der WHO. "Die WHO hat stets versucht, mit den Vereinigten Staaten in gutem Glauben und unter voller Achtung ihrer Souveränität zusammenzuarbeiten."
Auch den Vorwurf, die WHO habe in der Corona-Pandemie "zeitnahe und genaue Weitergabe wichtiger Informationen behindert", weist die WHO zurück. Sie habe 2020 schon früh im Januar Regierungen auf allen Kanälen über die ungewöhnlichen Krankheitsfälle in China informiert und aufgefordert, Vorkehrungen zu treffen. Sie habe am 30. Januar eine Notlage internationaler Tragweite ausgerufen, die höchste Alarmstufe, als es außerhalb Chinas noch weniger als 100 Corona-Fälle und keinen Todesfall gab.
Sie hoffe, dass die US-Regierung in die WHO zurückkehre, teilte die Organisation mit.
US-Außenminister Marco Rubio und der US-Gesundheitsminister Robert Kennedy hatten unter anderem geschrieben: "Selbst als wir die Organisation verließen, hat die WHO alles, was Amerika für sie getan hat, in Verruf gebracht und in den Dreck gezogen." Als Beispiel führten sie an, die WHO habe sich geweigert, eine US-Flagge auszuhändigen. Sie meldeten später, die Flagge sei nun wieder in US-Besitz.
Die WHO habe nichts in Verruf gebracht oder in den Dreck gezogen, heißt es von der WHO. "Die WHO hat stets versucht, mit den Vereinigten Staaten in gutem Glauben und unter voller Achtung ihrer Souveränität zusammenzuarbeiten."
Auch den Vorwurf, die WHO habe in der Corona-Pandemie "zeitnahe und genaue Weitergabe wichtiger Informationen behindert", weist die WHO zurück. Sie habe 2020 schon früh im Januar Regierungen auf allen Kanälen über die ungewöhnlichen Krankheitsfälle in China informiert und aufgefordert, Vorkehrungen zu treffen. Sie habe am 30. Januar eine Notlage internationaler Tragweite ausgerufen, die höchste Alarmstufe, als es außerhalb Chinas noch weniger als 100 Corona-Fälle und keinen Todesfall gab.
Sie hoffe, dass die US-Regierung in die WHO zurückkehre, teilte die Organisation mit.
Michelle Ostwald
Trump: Geheime US-Störwaffe half bei Einsatz in Venezuela
Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela soll eine geheime Störwaffe nach Angaben von US-Präsident Donald Trump entscheidend zum Erfolg beigetragen haben. Er nannte sie "Discombobulator" (Verwirrer) laut einem Interview mit der New York Post. Dadurch soll die venezolanische Ausrüstung nicht nutzbar gewesen sein, so dass der autoritäre Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht werden konnte.
Trump gab keine weiteren Details zu der angeblich eingesetzten Störwaffe bekannt. "Ich darf nicht darüber sprechen", sagte er. Deswegen hätten die venezolanischen Sicherheitskräfte aber nicht auf den US-Angriff reagieren können. "Sie haben ihre Raketen nie abgefeuert", sagte Trump. "Sie hatten russische und chinesische Raketen, aber sie haben keine einzige abgefeuert. Wir kamen, sie drückten auf die Knöpfe, aber nichts funktionierte."
Trump gab keine weiteren Details zu der angeblich eingesetzten Störwaffe bekannt. "Ich darf nicht darüber sprechen", sagte er. Deswegen hätten die venezolanischen Sicherheitskräfte aber nicht auf den US-Angriff reagieren können. "Sie haben ihre Raketen nie abgefeuert", sagte Trump. "Sie hatten russische und chinesische Raketen, aber sie haben keine einzige abgefeuert. Wir kamen, sie drückten auf die Knöpfe, aber nichts funktionierte."
Philipp Saul
Trump attackiert Bürgermeister und Gouverneur nach tödlichen Schüssen
Nach den tödlichen Schüssen bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis hat Präsident Donald Trump den Bürgermeister und den Gouverneur des Bundesstaats Minnesota attackiert. „Der Bürgermeister und der Gouverneur stacheln mit ihrer selbstgefälligen, gefährlichen und arroganten Rhetorik einen Aufstand an!“, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Trump schrieb mit Blick auf die US-Einwanderungsbehörde ICE auch, man solle die Patrioten von ICE ihren Job machen lassen.
Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, forderte Trump in einer Pressekonferenz auf, die Kräfte von Minnesota abzuziehen. „Sie säen Chaos und Gewalt.“ Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey – wie Walz ebenfalls ein Demokrat – sagte: „Wie viele Amerikaner müssen noch sterben oder schwer verletzt werden, damit dieser Einsatz beendet wird?“ Wenn das Ziel der Mission darin bestehe, für Frieden und Sicherheit zu sorgen, dann bewirke sie genau das Gegenteil.
Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, forderte Trump in einer Pressekonferenz auf, die Kräfte von Minnesota abzuziehen. „Sie säen Chaos und Gewalt.“ Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey – wie Walz ebenfalls ein Demokrat – sagte: „Wie viele Amerikaner müssen noch sterben oder schwer verletzt werden, damit dieser Einsatz beendet wird?“ Wenn das Ziel der Mission darin bestehe, für Frieden und Sicherheit zu sorgen, dann bewirke sie genau das Gegenteil.
Philipp Saul
Gouverneur Walz: „Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt“
Der demokratische Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, hat nach den Schüssen in Minneapolis nach eigenen Angaben mit dem Weißen Haus gesprochen. Auf der Plattform X nannte er den Vorfall „widerlich“ und schrieb, Präsident Trump müsse „diese Operation beenden“. „Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt.“ Damit sind die Beamten der Einwanderungsbehörde ICE gemeint, die seit Beginn der verstärkten Einsätze in Minnesota nach Angaben der US-Regierung etwa 3000 Menschen festgenommen haben. Anfang Januar hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis eine 37-Jährige in ihrem Auto erschossen. Der Fall hatte großes Entsetzen und Proteste ausgelöst.
Bei den Untersuchungen zu den Schüssen verbittet sich Walz offenbar eine mögliche Einmischung von Bundesbehörden. Er habe dem Weißen Haus gesagt, dass Behörden des Bundesstaats Minnesota die Ermittlungen leiten müssten. Man verfüge „über das Personal, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, so Walz in einer Stellungnahme. „Bundesbeamte dürfen uns dabei nicht behindern.“
In einer Pressekonferenz sagte Walz später, über die Regierung von US-Präsident Donald Trump, dieser Regierung sei nicht zuzutrauen, diese Ermittlungen zu leiten. „Das Justizsystem von Minnesota wird in dieser Angelegenheit das letzte Wort haben.“
Bei den Untersuchungen zu den Schüssen verbittet sich Walz offenbar eine mögliche Einmischung von Bundesbehörden. Er habe dem Weißen Haus gesagt, dass Behörden des Bundesstaats Minnesota die Ermittlungen leiten müssten. Man verfüge „über das Personal, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, so Walz in einer Stellungnahme. „Bundesbeamte dürfen uns dabei nicht behindern.“
In einer Pressekonferenz sagte Walz später, über die Regierung von US-Präsident Donald Trump, dieser Regierung sei nicht zuzutrauen, diese Ermittlungen zu leiten. „Das Justizsystem von Minnesota wird in dieser Angelegenheit das letzte Wort haben.“
Philipp Saul
Beamte erschießen Mann in Minneapolis
US-Bundesbeamte haben in der Stadt Minneapolis erneut einen Menschen erschossen. Die Polizei habe den 37 Jahre alten weißen Einwohner der Stadt mit mehreren Schusswunden gefunden, berichtete der lokale Polizeichef. Im Krankenhaus sei der Tod des Mannes festgestellt worden. Er sei vermutlich US-Bürger.
Das Heimatschutzministerium teilte mit, dass Bundesbeamte eine Operation gegen einen illegalen Einwanderer ausgeführt hätten, der wegen Körperverletzung gesucht worden sei. Währenddessen habe sich eine bewaffnete Person mit einer Halbautomatikpistole genähert. Die Beamten hätten versucht, den Mann zu entwaffnen, er habe jedoch heftigen Widerstand geleistet. Aus Angst um sein eigenes Leben und um seine Kollegen habe einer der Bundesbeamten Schüsse in Notwehr abgegeben. Nach Angaben des Polizeichefs von Minneapolis war der Getötete generell berechtigt, eine Waffe zu tragen.
In sozialen Netzwerken kursieren mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Auf einem Video, das die Deutsche Presse-Agentur verifiziert hat, ist zu sehen, wie mehrere Menschen in Einsatzkleidung eine Person zu Boden bringen und versuchen, diese zu fixieren. Dann fallen Schüsse, nach Analyse der New York Times mindestens zehn innerhalb von fünf Sekunden. Es kann sein, dass verschiedene Personen schießen. Die Person am Boden ist dann regungslos. Auf einem weiteren verifizierten Video sind etwa zehn Schüsse zu hören, allerdings ist darauf das Geschehen nicht zu sehen.
Viele Details zum Ablauf des Vorfalls sind laut den Behörden noch unklar. Etwa, in welcher konkreten Situation der Schusswaffeneinsatz erfolgte und ob beziehungsweise wie die angebliche Bewaffnung des Mannes zum Einsatzablauf beitrug.
Wie die New York Times berichtet, pfiffen Demonstranten in der Nähe des Tatorts und forderten die Festnahme der beteiligten Bundesbeamten. Es gebe Zusammenstöße zwischen Behörden und Protestierenden. Dabei würden auch Tränengas und Blendgranaten eingesetzt. Mehrere Hundert Demonstranten hätten sich versammelt.
Das Heimatschutzministerium teilte mit, dass Bundesbeamte eine Operation gegen einen illegalen Einwanderer ausgeführt hätten, der wegen Körperverletzung gesucht worden sei. Währenddessen habe sich eine bewaffnete Person mit einer Halbautomatikpistole genähert. Die Beamten hätten versucht, den Mann zu entwaffnen, er habe jedoch heftigen Widerstand geleistet. Aus Angst um sein eigenes Leben und um seine Kollegen habe einer der Bundesbeamten Schüsse in Notwehr abgegeben. Nach Angaben des Polizeichefs von Minneapolis war der Getötete generell berechtigt, eine Waffe zu tragen.
In sozialen Netzwerken kursieren mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Auf einem Video, das die Deutsche Presse-Agentur verifiziert hat, ist zu sehen, wie mehrere Menschen in Einsatzkleidung eine Person zu Boden bringen und versuchen, diese zu fixieren. Dann fallen Schüsse, nach Analyse der New York Times mindestens zehn innerhalb von fünf Sekunden. Es kann sein, dass verschiedene Personen schießen. Die Person am Boden ist dann regungslos. Auf einem weiteren verifizierten Video sind etwa zehn Schüsse zu hören, allerdings ist darauf das Geschehen nicht zu sehen.
Viele Details zum Ablauf des Vorfalls sind laut den Behörden noch unklar. Etwa, in welcher konkreten Situation der Schusswaffeneinsatz erfolgte und ob beziehungsweise wie die angebliche Bewaffnung des Mannes zum Einsatzablauf beitrug.
Wie die New York Times berichtet, pfiffen Demonstranten in der Nähe des Tatorts und forderten die Festnahme der beteiligten Bundesbeamten. Es gebe Zusammenstöße zwischen Behörden und Protestierenden. Dabei würden auch Tränengas und Blendgranaten eingesetzt. Mehrere Hundert Demonstranten hätten sich versammelt.
Philipp Saul
„Eine große amerikanische Stadt wird von ihrer eigenen Bundesregierung überfallen.“Jacob Frey, Bürgermeister von Minneapolis
Nach den tödlichen Schüssen von Minneapolis hat der demokratische Bürgermeister Jacob Frey deutliche Worte in Richtung der US-Einwanderungsbehörde ICE gefunden: „Wie viele Einwohner, wie viele Amerikaner müssen noch sterben oder schwer verletzt werden, damit diese Operation endlich beendet wird?“, fragte er. Er fügte hinzu: „Eine große amerikanische Stadt wird von ihrer eigenen Bundesregierung überfallen.“
Philipp Saul
Polizei: Opfer war 37 Jahre alter weißer Mann
Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O’Hara, hat bei einer Pressekonferenz Details zu dem Mann bekanntgegeben, der von Bundesbeamten erschossen wurde. Es handle sich um einen 37 Jahre alten weißen Mann. Er sei Einwohner von Minneapolis und wohl US-Bürger. Die lokale Polizei sei am Morgen um kurz nach 9 Uhr Ortszeit wegen der Schüsse gerufen worden. Am Ort des Geschehens hätten die Polizisten den Mann mit mehreren Schusswunden gefunden. Später sei sein Tod festgestellt worden.
Der Mann, der nach Angaben des Heimatschutzministeriums bewaffnet war, habe offenbar die Erlaubnis gehabt, eine Waffe zu tragen, sagte O'Hara. Wer in Minnesota eine solche Genehmigung hat, darf seine Waffe nach Angaben der New York Times in der Öffentlichkeit tragen, ohne sie verdecken zu müssen.
Polizeichef O'Hara deutete in seinem Statement Kritik an den Bundesbehörden an. Er rief sie auf, mit der „Disziplin, Menschlichkeit und Integrität“ vorzugehen, die effektive Polizeiarbeit verlange. In Bezug auf zahlreiche Demonstranten sprach O’Hara von einer „rechtswidrigen Versammlung“ im Bereich des Tatorts. „Wir appellieren an alle, friedlich zu bleiben“, sagte er. „Wir wissen, dass es viel Wut und viele Fragen zu den Geschehnissen gibt, aber wir brauchen die Unterstützung der Bevölkerung, damit es friedlich bleibt.“
Der Mann, der nach Angaben des Heimatschutzministeriums bewaffnet war, habe offenbar die Erlaubnis gehabt, eine Waffe zu tragen, sagte O'Hara. Wer in Minnesota eine solche Genehmigung hat, darf seine Waffe nach Angaben der New York Times in der Öffentlichkeit tragen, ohne sie verdecken zu müssen.
Polizeichef O'Hara deutete in seinem Statement Kritik an den Bundesbehörden an. Er rief sie auf, mit der „Disziplin, Menschlichkeit und Integrität“ vorzugehen, die effektive Polizeiarbeit verlange. In Bezug auf zahlreiche Demonstranten sprach O’Hara von einer „rechtswidrigen Versammlung“ im Bereich des Tatorts. „Wir appellieren an alle, friedlich zu bleiben“, sagte er. „Wir wissen, dass es viel Wut und viele Fragen zu den Geschehnissen gibt, aber wir brauchen die Unterstützung der Bevölkerung, damit es friedlich bleibt.“

