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USA:Neue Vorwürfe im Fall Floyd

Der frühere US-Polizist aus Minneapolis, der sich im Frühjahr wegen des gewaltsamen Todes des Schwarzen George Floyd vor Gericht verantworten muss, war offenbar 2017 bereits in einen ähnlichen Vorfall verwickelt. Im bevorstehenden Prozess will die Staatsanwaltschaft Beweismittel von einer Festnahme einbringen, bei welcher der Beschuldigte einem 14-jährigen Jungen das Knie in den Rücken gedrückt und dessen Klagen ignoriert haben soll, er könne nicht atmen. Davon zeugt ein Video der Körperkamera des Polizisten. "Und genau wie bei Floyd hat C. diese Bitten ignoriert und sich geweigert, medizinische Hilfe zu leisten", erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Schwarze Floyd starb im Mai, nachdem der weiße Polizist C. bei einer Festnahme mehrere Minuten sein Knie gegen Floyds Hals gedrückt hatte. Sein Tod löste landes- und weltweit Massenproteste gegen Polizeigewalt und Diskriminierung aus. Der Hauptbeschuldigte C. und drei mitangeklagte ehemalige Kollegen wurden am Tag nach Floyds Tod aus dem Polizeidienst entlassen.

© SZ vom 19.11.2020 / AP
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