Innere Konflikte in den USADie zerrissenen Staaten von Amerika

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Sinnbild für eine gespaltene Gesellschaft: Eine von einem Hurrikan zerfledderte US-Nationalflagge in Texas im Jahr 2017.
Sinnbild für eine gespaltene Gesellschaft: Eine von einem Hurrikan zerfledderte US-Nationalflagge in Texas im Jahr 2017. (Foto: Jay Janner/dpa)

Bernd Greiner fokussiert seine Geschichte der USA der vergangenen 100 Jahre auf die sozialen Kämpfe zwischen Rechten und Linken. Eine große Fleißarbeit, die aber nicht alles erklärt.

Rezension von Viola Schenz

Wobblies – der Name klingt nach knuffigen Plüschtieren, meint aber die „Industrial Workers of the World“ (IWW) und deren Mitglieder. Die Gewerkschaft gründete sich 1905 in Chicago – als Sammelbecken für Linke aller Couleur: Sozialdemokraten, Anarchisten, Syndikalisten, Sozialisten, Kommunisten. Als solche waren Amerikas Wobblies einst immer wieder im Visier von Polizei und rechten Bürgerwehren. Im November 1916 etwa engagierten sich 300 Gewerkschafter in Everett, einer Hafenstadt nördlich von Seattle, für eine Free-Speech-Initiative und gerieten unter Beschuss von Polizisten und sogenannten Vigilanten. Die Bilanz: fünf Arbeiter und zwei Angreifer tot, 50 Verletzte, sieben Vermisste. „Das Wasser färbte sich purpurrot“, so ein Chronist der IWW, „und noch Tage später wurden Leichen an Land gespült.“

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