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US-Medienberichte:USA scheiterten offenbar mit Angriff auf weiteren iranischen Kommandeur

  • Die US-Regierung führte Medienberichten zufolge in der Nacht des Angriffs auf General Soleimani eine weitere Attacke gegen einen hochrangigen iranischen Militär durch.
  • Der Schlag gegen Abdul Reza Shahlaei, der sich zu diesem Zeitpunkt im Jemen befand, schlug allerdings fehl.
  • Das Pentagon wollte die Berichte nicht kommentieren.
  • US-Präsident Trump zufolge plante Soleimani Anschläge auf bis zu vier US-Botschaften.

Die USA sollen es in der Nacht des Drohnenangriffs auf den iranischen Top-General Qassim Soleimani übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge auf einen weiteren hochrangigen iranischen Militär abgesehen gehabt haben. Der Angriff im Jemen sei aber fehlgeschlagen, schrieb zunächst die Washington Post unter Berufung auf vier namentlich nicht genannte US-Beamte. Später berichtete auch der TV-Sender CNN unter Berufung auf zwei Insider von einer weiteren Operation.

Der Post zufolge soll die streng vertrauliche Operation einem Befehlshaber der iranischen Al-Quds-Brigaden gegolten haben, die Soleimani angeführt hatte. Demnach ist Abdul Reza Shahlaei bei den Al-Quds-Brigaden für Finanzen zuständig. Die Al-Quds-Brigaden gehören zu den Revolutionsgarden (IRGC), einer Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte.

Die Angriffe auf Soleimani und Shahlaei sollen nach Informationen der Post in etwa zur gleichen Zeit angeordnet worden sein. Da die Operation gegen Shahlaei nicht zum gewünschten Erfolg geführt habe, habe die US-Regierung diese nicht bekanntgegeben, führte die Zeitung weiter aus. Weder das US-Verteidigungsministerium oder das Außenministerium noch das Weiße Haus hätten die Operation kommentieren wollen.

US-Präsident Trump erklärte in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News, der Grund für die Tötung Soleimanis sei, dass dieser unmittelbar bevorstehende Anschläge auf bis zu vier US-Botschaften geplant hätte. Darunter auch die Vertretung in der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Die gezielte Tötung Soleimanis hatte am Persischen Golf eine Kettenreaktion ausgelöst. Bei einem Vergeltungsschlag in der Nacht zum Mittwoch feuerte Iran mehrere Raketen auf von US-Soldaten genutzte Stützpunkte im Irak. Iran hat außerdem mittlerweile zugegeben, dass der Absturz eines ukrainischen Passagierflugzeugs bei Teheran in der selben Nacht auf einen versehentlichen Abschuss zurückgeht.

© SZ.de/dpa/bix/ihe
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