bedeckt München 24°

USA:Abschied von George Floyd

In der texanischen Metropole Houston bilden die Trauernden eine lange Schlange vor der Kirche, in der am Dienstag das Begräbnis stattfinden soll. Im Kongress knien die Demokraten.

8 Bilder

-

Quelle: AFP

1 / 8

Gut zwei Wochen nach seinem Tod bei einem brutalen Polizeieinsatz nehmen Menschen in der texanischen Metropole Houston Abschied am Sarg von George Floyd. Vor der "Fountain of Praise"-Kirche im Südwesten der Stadt bilden sich lange Schlangen mit Trauernden. Floyd war in Houston aufgewachsen. Seit dem Tod des 46-Jährigen in Minneapolis kommt es landesweit zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sein Begräbnis findet am Dienstag statt.

June 8, 2020, Houston, Texas, USA: Ushers guide mourners into the church during a public visitation for George Floyd at

Quelle: imago images/ZUMA Wire

2 / 8

Helfer leiten die Menschen in die Kirche. Wegen der Gefahr durch das Coronavirus gelten bei den Trauerfeierlichkeiten strikte Sicherheitsmaßnahmen. So zeigen Fotos, wie bei Besuchern vor der Kirche die Körpertemperatur gemessen wird. Die Menschen - meistens eine Gesichtsmaske tragend - wurden aufgefordert, Abstand voneinander zu halten.

-

Quelle: AFP

3 / 8

Unter den vielen, die an Floyds goldenem Sarg trauern, ist auch Texas Governeur Greg Abbott. Der Politiker traf dort auch Floyds Familie. "Heute ist ein trauriger Tag. Jeder Tag seit seinem Tod war ein trauriger", sagte er.

-

Quelle: AP

4 / 8

Floyds Sarg in der Kirche ist geöffnet. Bilder zeigen Menschen, die nacheinander zu seinem Leichnam vorgelassen wurden. Die Trauerrede bei der Beisetzung am Dienstag soll der schwarze Bürgerrechtler Al Sharpton halten.

Public viewing for George Floyd in Houston

Quelle: REUTERS

5 / 8

Unter den Trauernden sind auchUniformierte. Mehrere Personen reckten auch die Faust als Zeichen des Kampfes gegen Rassismus vor dem Sarg in die Luft. Floyds Tod löste in zahlreichen US-Städten und in anderen Ländern - darunter auch Deutschland - Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Mehrere amerikanische Städte haben in der Folge zum Teil tiefgreifende Reformen angekündigt.

Speaker of the House Nancy Pelosi, D-Calif., and Senate Minority Leader Charles Schumer, D-NY, participate in a moment

Quelle: imago images/UPI Photo

6 / 8

Die US-Demokraten um Nancy Pelosi setzen am Montag im Kongress ein Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus und knien - mit Abstand - geschlossen nieder. Politisch wollen sie mit einem neuen Gesetz gegen Polizeigewalt vorgehen. Der Entwurf sieht unter anderem eine einfachere Strafverfolgung bei polizeilichem Fehlverhalten vor. Polizeigewalt solle außerdem etwa durch den verstärkten Einsatz von Körperkameras bekämpft werden. Umstrittene Polizeimethoden wie Würgegriffe bei Festnahmen sollten verboten werden.

US-Demokraten stellen Gesetzentwurf gegen Polizeigewalt vor

Quelle: dpa

7 / 8

Polizeigewalt spiegele "ein tief verwurzeltes System der Rassenungerechtigkeit in Amerika" wider, sagt Nancy Pelosi (2. v.r.). Der Gesetzentwurf sei nur ein erster Schritt dagegen. Notwendig sei ein Strukturwandel. Pelosi spricht von einem "Märtyrertod" Floyds und anderer Opfer von Polizeigewalt. Die Erfolgaussichten ihres Gesetzentwurfs sind aber unklar: Die Demokraten kontrollieren das Repräsentantenhaus, der Senat wird jedoch von Trumps Republikanern dominiert.

Current and former New York City Mayor's staff march across the Brooklyn Bridge to call for reforms during a protest against racial inequality in the aftermath of the death in Minneapolis police custody of George Floyd, in New York

Quelle: REUTERS

8 / 8

In New York marschieren aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Bürgermeisterbüros über die Brooklyn Bridge und fordern Reformen gegen Rassismus und Ungleichbehandlungen. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kündigt unterdessen auf Twitter an, die Reformen der Polizeiarbeit noch in dieser Woche durchsetzen zu wollen. Die Veränderungen könnten das Repräsentantenhaus und der Senat des Staates noch diese Woche beschließen, heißt es.

© SZ.de/dpa/rtr/aner/fued

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite