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USA:Polizei führt schwarzen Verdächtigen am Strick ab

  • In Galveston, Texas, führen zwei berittene Polizisten einen schwarzen Mann in Handschellen und an einem Strick ab.
  • In den sozialen Medien weckt eine Aufnahme davon bei vielen Menschen Erinnerungen an die Zeit der Sklaverei.
  • Die Polizei bittet den Verdächtigen wegen der "unnötigen Peinlichkeit" um Entschuldigung.

Ein Foto aus Galveston im US-Bundesstaat Texas sorgt in den USA für Empörung. Auf dem Bild ist zu sehen, wie zwei berittene Polizisten einen schwarzen Verdächtigen am Strick abführen. In sozialen Medien wird das Vorgehen als rassistisch und als makaberes Echo aus der Zeit der Sklaverei in den USA kritisiert.

Die letztjährige demokratische Kandidatin für den Kongress-Wahlbezirk um Galveston, Adrienne Bell, schrieb bei Twitter: "Es ist schwer zu verstehen, warum diese Polizisten dachten, der junge Mann brauche eine Leine, da er mit Handschellen zwischen den berittenen Polizisten ging.

Die Polizei in Galveston erklärte auf Facebook, die beiden Beamten hätten sich beim Abführen des Verdächtigen nicht optimal verhalten und hätten auf ein Transportfahrzeug warten sollen. Die Polizei bitte den Verdächtigen wegen der "unnötigen Peinlichkeit" um Entschuldigung, erklärte Polizeichef Vernon Hale am Montag (Ortszeit).

Die Beamten hätten keine böse Absicht gehabt, schrieb er weiter. Die Praxis, jemanden neben dem Pferd laufend am Strick abzuführen, sei vorerst nicht mehr erlaubt, so Hale. Der abgeführte 43-Jährige war von den Beamten laut Polizei am Samstag wegen Verdachts auf Hausfriedensbruch festgenommen worden. Die Polizisten legten ihm daraufhin Handschellen an, banden einen Strick daran und führten ihn ab.

Zahlreiche Twitter-Nutzer sprachen von Rassismus und klagten, ein weißer Verdächtiger wäre von der Polizei nie derart behandelt worden. Einzelne Nutzer forderten, die Polizisten sollten gefeuert werden. Ein weiterer Twitter-Nutzer erklärte, er hoffe, der Verdächtige werde die Polizei auf Schadenersatz verklagen.

Die Bürgerrechtsorganisation ACLU schrieb auf Twitter: "Dies ist eine abscheuliche Anspielung auf die Geschichte der Sklaverei und des Lynchens - und unterstreicht ihre Verbindung zur Polizeiarbeit. Polizisten sollten nicht darauf trainiert werden, sich wie Sklavenfänger zu verhalten. Leider müssen wir das noch sagen."

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