- Facebook will Werbeanzeigen mit politischen Inhalten strenger kontrollieren. Bei entsprechenden Beiträgen müsse künftig ausgewiesen werden, wer für die Werbung bezahlt, erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Freitag. Zudem würden der Standort und die Identität des Auftraggebers verifiziert. Das Online-Netzwerk will damit Manipulationsversuche, wie die mutmaßliche russische Einflussnahme im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016, erschweren. Moskau weist die Anschuldigungen zurück. Facebook hatte bereits im Oktober verschärfte Regeln für Wahlwerbung angekündigt, nun weitet das Unternehmen die Kontrollen aus. Anzeigen im Zusammenhang mit wichtigen politischen Debatten müssen nach Angaben des US-Internetkonzerns künftig eindeutig als "politische Werbung" gekennzeichnet werden. Die Maßnahmen könnten Missbrauch nicht gänzlich verhindern, sagte Zuckerberg. Doch es werde schwerer, gefälschte Facebook-Konten und Seiten für die Verbreitung von Werbung zu nutzen - "was die Russen während der Wahl 2016 getan haben". Facebook will laut Zuckerberg "Tausende neue Mitarbeiter" einstellen, um die neuen Kontrollen vor der US-Kongresswahl im November umzusetzen. Zuckerberg verwies auf anstehende wichtige Urnengänge unter anderem in Mexiko, Brasilien, Indien und Pakistan. Facebook steht derzeit wegen des Skandals um die mutmaßliche Abschöpfung der Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica unter massivem Druck.
USAFacebook verschärft Regeln
Das soziale Netzwerk will Werbeanzeigen mit politischen Inhalten strenger kontrollieren, kündigt Mark Zuckerberg an.