Gespaltene Vereinigte Staaten von Amerika:Mit Gott und Gewalt

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Regieren mit der Bibel statt mit der Verfassung? US-Präsident Donald Trump im Juni 2020. (Foto: Patrick Semansky/AP)

Zwei US-Soziologen zeichnen den gefährlichen Einfluss "weißer christlicher Nationalisten" nach, die Donald Trump als "Heilsbringer" sehen. Und sie entlarven die Geschichtsklitterung dieser Reaktionäre.

Von Joseph Croitoru

Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 beschäftigt die amerikanischen Behörden heute intensiver denn je. Weitverzweigte Ermittlungen sollen aufklären, inwiefern der frühere Präsident Donald Trump diese präzedenzlose gewalttätige Demonstration lenkte und wer seine vermutlichen Helfer waren. Dieses Gewaltgeschehen stellt für die amerikanischen Soziologen Philip S. Gorski und Samuel L. Perry den vorläufigen Höhepunkt einer bedenklichen Entwicklung dar, vor deren unabsehbaren Folgen sie warnen: Der wachsende Einfluss eines "weißen christlichen Nationalismus", den sie mit Trump und seinen Anhängern assoziieren.

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