USA E-Mail-Affäre von Ivanka Trump: Demokraten kündigen Untersuchung an

  • Ivanka Trump soll wiederholt eine private E-Mail-Adresse für ihre Regierungstätigkeit genutzt haben.
  • Sobald sie im Januar die Kontrolle im Repräsentantenhaus übernommen haben, wollen die Demokraten überprüfen lassen, ob sich die Tochter und Beraterin von US-Präsident Trump rechtswidrig verhalten hat.
  • Trump hat seine Tochter indes verteidigt - die Angelegenheit sei nicht mit der E-Mail-Affäre Hillary Clintons vergleichbar.

In der E-Mail-Affäre von US-Präsident Donald Trumps Tochter Ivanka haben die oppositionellen Demokraten eine Parlamentsuntersuchung angekündigt. Der Abgeordnete Elijah Cummings erklärte, das Aufsichtskomitee des Repräsentantenhauses werde die Angelegenheit unter die Lupe nehmen, sobald die Demokraten im Januar die Kontrolle über die Kongresskammer übernommen haben. Dabei solle geprüft werden, ob die Präsidentenberaterin Ivanka Trump gegen das Gesetz verstoßen habe.

Medienberichten zufolge hatte sie wiederholt ihre private E-Mail-Adresse für Tätigkeiten im Rahmen ihrer Regierungsarbeit genutzt. Ein solches Vorgehen könnte rechtswidrig sein, denn das Gesetz verlangt, dass der komplette Schriftverkehr des Präsidialamts aufbewahrt wird.

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Donald Trumps Tochter machte es offenbar wie einst Hillary Clinton und verwendete einen privaten E-Mail-Account dienstlich. Das bleibt in den sozialen Netzwerken nicht unkommentiert.

Die Affäre hat besondere Brisanz. Denn der Republikaner Donald Trump hatte im Wahlkampf 2016 immer wieder gefordert, seine demokratische Rivalin Hillary Clinton wegen der Nutzung privater Mails während ihrer Zeit als Außenministerin einzusperren. Ermittlungen zufolge nutzte Clinton ihren privaten Mailserver teilweise auch für Verschlusssachen.

Trump verteidigt Tochter

Einem aktuellen Bericht der New York Times zufolge wollte Präsident Trump im Frühjahr das Justizministerium anweisen, Ermittlungen gegen Clinton sowie den früheren FBI-Chef James Comey zu starten. Doch der damalige Rechtsberater des Weißen Hauses, Don McGahn, habe dies zurückgewiesen.

Das Präsidialamt wollte sich zur Mail-Affäre von Ivanka Trump nicht äußern. Der Präsident selbst nahm seine Tochter in Schutz und betonte, ihr Vorgehen sei mit dem Clintons nicht vergleichbar. Die fraglichen Mails von Ivanka beträfen nur einen kurzen Zeitraum, sagte er. Außerdem seien die Mails anders als im Falle Clintons weder geheim gewesen, noch gelöscht worden. "Sie tat nichts, um ihre Mails zu verbergen", betonte der Präsident.

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Vor Reportern hatte der Präsident betont, dass er die Antworten persönlich verfasst habe. Unterdessen werden neue Vorwürfe bekannt: Einem Medienbericht zufolge soll Trump im Frühjahr versucht haben, Ermittlungen gegen zwei seiner politischen Gegner anzustrengen.