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USA:Clinton gewinnt letzte Vorwahl - "positives" Gespräch mit Rivale Sanders

Auf dem Weg zu einem "positiven Gespräch": Bernie Sanders und Hillary Clinton in Washington

(Foto: Reuters/AP)
  • Hillary Clinton gewinnt auch die letzte Vorwahl in Washington.
  • Ihr Rivale Bernie Sanders gibt trotzdem noch nicht auf.
  • Bei einem als "privat" gelabelten Gespräch sind sich die beiden Kontrahenten allerdings in einem Hauptziel einig: Dass Trump verhindert werden muss.

Hillary Clinton hat die letzte US-Vorwahl für die Präsidentschaftswahl im November gewonnen. Die Ex-Außenministerin entschied die Abstimmung der Demokraten in der Hauptstadt Washington mit etwa 79 zu 21 Prozent gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders für sich.

Das Ergebnis hat keine Auswirkungen mehr im Wettbewerb um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei. Clinton stand bereits vorher als voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin fest. Sanders hält bislang an seiner Kandidatur fest, es gibt allerdings Signale, dass er seine Kampagne bald beenden könnte.

Clinton und Sanders sprechen über Gemeinsamkeiten

So trafen sich Clinton und Sanders am Abend, während die Wahlbehörden mit der Stimmauszählung begannen, in einem Hotel in Washington. Nach dem Ende der etwa eineinhalbstündigen Unterredung verließ der 74 Jahre alte Senator von Vermont ohne weiteren Kommentar das Capitol Hilton. Auch Clinton äußerte sich nicht persönlich.

Einer ihrer Berater beschrieb das Gespräch auf CNN als "sehr positiv". Ein Mitarbeiter ihrer Wahlkampagne sagte dem dem US-Nachrichtensender, Clinton und Sanders hätten über Gemeinsamkeiten gesprochen. Clinton hätte zudem Sanders erklärte Absicht gelobt, den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump zu stoppen.

Ein Sanders-Berater bezeichnete die Gespräche als "konstruktiv". Sanders Sprecher Michael Briggs teilte mit, Sanders und Clinton hätten eine sehr positive Diskussion darüber geführt, "wie mehr Menschen in den politischen Prozess gebracht werden könnten" und "über die Gefahr, die Donald Trump für unsere Nation darstellt".

Hitziger Vorwahlkampf, nun Bemühen um Geschlossenheit

Insgesamt hatten die Demokraten 57 Vorwahlen abgehalten - in den 50 US-Bundesstaaten, dem Hauptstadtbezirk Washington DC und in einigen Überseeterritorien wie etwa Puerto Rico. Clinton entschied 34 dieser Abstimmungen für sich. Nach dem teils hitzigen Vorwahlkampf ist die Partei nun offenbar bemüht, sich geschlossen zeigen, um nach Barack Obama auch den nächsten Präsidenten stellen zu können. Die Republikaner hatten ihre Vorwahlen bereits abgeschlossen, ihr Präsidentschaftskandidat ist der Milliardär Donald Trump. Laut einer neuen Umfrage von Bloomberg liegt Clinton derzeit in der Wählergunst mit 49 zu 37 Punkten vor Trump. In der Erhebung sagten 55 Prozent der Befragten, sie würden "niemals" für Trump stimmen. Vorherige Umfragen Bloombergs sahen die beiden deutlich enger beieinander. Der Zeitraum der neuen Erhebung umfasst auch den Terroranschlag von Orlando vom Sonntag.

© SZ.de/dpa/AFP/ewid
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