USA:"Alle bleiben in Mexiko"

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USA: Der „American Dream“: Tausende Menschen hoffen in Tijuana auf Asyl in den USA. Doch US-Präsident Trump droht mit der Schließung der Grenze.

Der „American Dream“: Tausende Menschen hoffen in Tijuana auf Asyl in den USA. Doch US-Präsident Trump droht mit der Schließung der Grenze.

(Foto: Pedro Pardo/AFP)

US-Präsident Trump twittert, dass Migranten aus Mittel­amerika nicht einreisen dürfen, bis ihr Asyl-Anspruch geklärt ist. Doch eine Verein­barung gibt es noch nicht, sagt Mexikos Präsident. Derweil wird an der Grenze Tränengas eingesetzt.

Von Alan Cassidy, Washington

Hunderte Migranten aus Mittelamerika haben am Sonntag versucht, über die Nordgrenze Mexikos in die USA einzudringen. Die Migranten zogen aus Tijuana an die Grenzposten von Chaparral und San Ysidro, die mexikanische Polizei versuchte vergeblich, sie zu stoppen. Rund 50 Migranten kletterten auf einen Blechwall, der noch auf mexikanischem Gebiet vor der US-Grenzmauer steht. US-Sicherheitskräfte wiesen sie mit Tränengas ab, wie der Fernsehkanal der Zeitung "Milenio" zeigte. Die US-Behörden schlossen den Grenzübergang, US-Hubschrauber überflogen die Grenze. In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana werden in einem Stadion derzeit mehr als 4700 Migranten beherbergt. Sie stammen größtenteils aus Honduras, El Salvador und Guatemala und hoffen auf Asyl in den USA. Weitere Tausende Mittelamerikaner sind in die nordmexikanische Grenzstadt unterwegs - auf der Flucht vor Gewalt und Armut in ihren Heimatländern. Es wird geschätzt, dass insgesamt rund 10 000 Menschen nach Tijuana wollen. Dort ist mittlerweile ein "humanitärer Notstand" ausgerufen worden.

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