Es schien, als sei der Sog der wilden Parteipolitik zu stark, als werde das Oberste Gericht der USA immer tiefer in den Kulturkampf hineingezogen. Als der Supreme Court im vergangenen Jahr eine fünfzig Jahre alte Gerichtspraxis über den Haufen warf und das Recht auf Abtreibung verneinte, befürchteten Liberale einen Dammbruch: Der konservativen Mehrheit an dem Gericht, ein Werk von Donald Trump, trauten sie nunmehr alles zu. Die Befürchtungen nahmen zu, als gleich zwei der konservativsten Richter sich dem Verdacht aussetzten, käuflich zu sein: Clarence Thomas und Samuel Alito hatten Einladungen von Unternehmern zu Luxusreisen nicht offengelegt.
Oberstes Gericht der USADie Revolution ist abgesagt
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Die Republikaner wollten freie Hand, um Wahlkreise zu ihren Gunsten zu manipulieren. Bemerkenswert deutlich hat der Supreme Court das Vorhaben unterbunden.
Von Fabian Fellmann, Washington
