US-Wahl Nordkoreanische Wahlempfehlung: "Trump ist ein weiser Politiker"

US-Präsidentschaftskandidat Trump bekommt Schützenhilfe von nordkoreanischer Zeitung, die als Sprachrohr des Machthabers Kim Jong Un gilt.

(Foto: REUTERS)

Die Staatszeitung ist sich sicher: Donald Trump könne die Amerikaner von der atomaren Bedrohung befreien. Für Hillary Clinton ist das Urteil weniger freundlich.

Aus Nordkorea kommen lobende Worte für den US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump. Der umstrittene Republikaner sei ein "weiser Politiker" und ein "weitsichtiger Präsidentschaftskandidat". Er könne die Amerikaner von der atomaren Bedrohung befreien - das alles steht in einem Artikel der Staatszeitung DPRK Today von Dienstag. Es handelt sich zwar nicht um ein offizielles Statement der nordkoreanischen Führung, die Zeitung gilt aber als Sprachrohr von Machthaber Kim Jong Un.

Der Grund für all das Lob ist wohl ein Vorschlag Trumps, US-Truppen aus Südkorea abzuziehen. Der US-Milliardär hatte in einem Reuters-Interview zudem vor kurzem gesagt, er sei bereit, mit Kim Jong Un persönlich über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm zu reden. "Es zeigt sich, dass Trump nicht der raue, seltsame und ignorante Kandidat ist, als der er beschrieben wird, sondern in Wahrheit ein weiser Politiker und ein weitsichtiger Präsidentschaftskandidat", kommentiert das DPRK Today.

Treffen mit Kim Jong Un wäre Kurswechsel

Nordkorea brüstet sich mit seinen Atomwaffen, die auch gegen die USA gerichtet werden könnten. Ein Treffen mit Kim Jong Un wäre ein radikaler Kurswechsel der US-Regierung: Bisher gilt eine absolute Isolationspolitik im Hinblick auf das nordkoreanische Regime. Die USA sind ein enger Verbündeter Südkoreas.

"Clinton ist dickköpfig"

Ganz anders als Trump hat sich bisher seine demokratische Gegenspielerin Hillary Clinton geäußert. Sie hatte vorgeschlagen, ähnlich wie im Streit um das iranische Atomprogramm, auch die Sanktionen gegen Nordkorea schrittweise zu verschärfen. Dementsprechend harsch die Kritik in DPRK Today: Clinton sei von den US-Wählern abzulehnen, denn sie sei "dickköpfig", lautet das Urteil der Propagandazeitung.