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US-Wahl 2016:Was bedeuten Worte?

Was solche Worte bedeuten, war bei Donald Trump niemals klar. Worte waren für ihn nur Mittel zum Zweck, Manövriermasse, Content. Das hat ihn nun ins Weiße Haus gebracht, das amerikanische Volk hat ihn gewählt. "Die vergessenen Männer und Frauen unseres Landes werden nicht länger vergessen sein", versprach er. Es waren offenbar viele Amerikaner, die sich vergessen fühlten.

Der Mensch, der vor anderthalb Jahren noch eine TV-Persönlichkeit ohne tiefere politische Identität war und auch im Wahlkampf von Skandalen geschüttelt wurde, hat alle politischen Gewissheiten über den Haufen geworfen. Wie der 70-Jährige so viel Aufmerksamkeit mit so wenig Aufwand erhielt, wie er einen Republikaner spielte und so die Partei kurzzeitig übernehmen konnte, wie er ohne Programm und durch reine Rhetorik das Land überzeugen konnte, das wird einmal Historiker beschäftigen.

US-Wahl Die wichtigsten Faktoren, die Trump halfen
US-Wahl

Die wichtigsten Faktoren, die Trump halfen

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Die erste wichtige Entscheidung wird die Besetzung des offenen Richterpostens am Supreme Court sein. Doch weil die Republikaner die Mehrheit im Senat behalten, kann Trump auch mit dem Kongress Gesetze machen. Das ist der Wunsch der amerikanischen Mehrheit. Den Demokraten bleibt nur die Vollblockade-Strategie, die in den vergangenen Jahren die Republikaner anwendeten.

Was wird aus dem Sicherheitsapparat in Trumps Händen?

Doch was wird dieser Mensch, der seine Konkurrentin ins Gefängnis stecken möchte und eine bekannt dünne Haut hat, aus dem Justizministerium und dem FBI machen? Der nationale Hyper-Sicherheitsapparat, den George W. Bush nach 9/11 installierte, existiert und wird kaum kontrolliert. Nun liegt er in Trumps Händen.

Selbst als ihm die Massen zujubelten und er die Nominierung zum mächtigsten Politiker der Welt erhielt, erweckte Donald Trump den Eindruck, als würde er etwas Größeres als sich selbst sehen. Was dies für seine Amtszeit bedeuten wird, bleibt rätselhaft.

Die USA, ja die westlichen Nationen insgesamt stehen vor einer ungewissen Zukunft. Und Trump im Rampenlicht: Der Verkäufer seiner selbst hat seinen größten Deal gemacht. Die USA sind jetzt Trumpland. Es ist ein neues Zeitalter angebrochen und niemand weiß, wie es aussehen wird.

Trumps Anhänger haben es herbeigesehnt. Die Demokraten, aber auch Minderheiten wie Afroamerikaner, Muslime und viele Latinos, fürchten das, was nun kommen wird.

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