Unter der Ortsmarke Picatinny Arsenal vermeldete die US-Armee am 6. September, dass sie Verträge im Wert von bis zu insgesamt 500 Millionen Dollar an vier Rüstungsfirmen vergeben habe, um Munition und Mörser-Systeme zu beschaffen, die nicht zur Standardausrüstung der US-Armee gehören. Gemeint waren damit, wie in den meisten Fällen, Projektile und Waffen sowjetischer Bauart. Das Picatinny Arsenal, ein Stützpunkt im Bundesstaat New Jersey, diente einst zur Herstellung von Munition, heute wird dort vor allem geforscht und entwickelt - und Beschaffungsvorhaben abgewickelt.
US-Waffenlieferungen:Millionen Schuss Munition für Kalaschnikows
Eine kurdische Kämpferin beschießt IS-Stellungen im syrischen Raqqa. Die Kurdenmiliz YPG erhält Waffen von den USA.
(Foto: Goran Tomasevic/Reuters)- Ein Dokument der US-Armee belegt die Vergabe von Rüstungsverträgen, um "Alliierte und Partner" im Irak und Syrien zu unterstützen.
- Damit gemeint sind syrische Rebellen, unter anderem die kurdische Miliz YPG. Transportiert werden sollte das Material über Deutschland.
- Das Pentagon dementiert entsprechende SZ-Recherchen und beteuert: Man habe jederzeit deutsche Gesetze eingehalten.
Von Frederik Obermaier, München, und Paul-Anton Krüger, Kairo
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