Das US-Militär hat offenbar zeitweise über seinen Stützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein Waffen und Munition aus Osteuropa an syrische Rebellen geliefert. Da entsprechende Genehmigungen der Bundesregierung fehlten, haben die Amerikaner womöglich deutsches Recht gebrochen. Das haben monatelange Recherchen der Süddeutschen Zeitung und der Journalistennetzwerke Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) ergeben.
US-Waffenlieferungen:Heikle Fracht aus Ramstein
Von ihrem pfälzischen Stützpunkt Ramstein aus versorgen die Amerikaner ihre Truppen.
(Foto: Airman 1st Class Kenny Holston/Air Force photo)- Die US-Regierung hat offenbar Waffen über den Militärstützpunkt Ramstein an syrische Rebellen liefern lassen.
- Eine Genehmigung hatte sie dafür nach Angaben der Bundesregierung nicht.
- Demnach haben die USA seit 2010 keine Lieferungen nach Syrien oder in dessen Nachbarländer beantragt.
- Eine serbische Tageszeitung berichtete jedoch bereits Ende 2015 über entsprechende Transporte.
Von Frederik Obermaier und Paul-Anton Krüger, München/Kairo
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