Tanner Callais, 28, Finanzmarktanalyst, Austin, Texas

So wie es jetzt aussieht, werde ich nicht zur Wahl gehen. Ich mag keinen der beiden Spitzenkandidaten. Ich bin enttäuscht von den riesigen Staatsausgaben, die unter Obama getätigt wurden und die immer noch anwachsen. Gleichzeitig war die Wirtschaftspolitik desaströs  - die meisten Menschen und Unternehmen wissen einfach nicht mehr, was sie erwarten sollen. So kann man nicht in die Zukunft planen.

Romney, andererseits, wirkt nicht, als hätte er eine einzige neue Idee im Angebot. Außerdem glaube ich, dass er keinerlei Bezug mehr zum Leben eines normalen Amerikaners hat. Daher wird diese Wahl wahrscheinlich die Gräben zwischen den reichsten Amerikanern und allen anderen verstärken - ein  Trend, der sich leider schon lange hinzieht. Offen gesagt: Ich bin enttäuscht, dass  wir nur zwei Kandidaten zur Auswahl haben.

8. Oktober 2012, 10:072012-10-08 10:07:27 © Süddeutsche.de/segi