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US-Vorwahl:Biden holt sich Prognosen zufolge Mississippi, Missouri und Michigan

Joe Biden bei einem Wahlkampfauftritt in Ohio

(Foto: AP)
  • In sechs weiteren Bundesstaaten fanden an diesem Dienstag Vorwahlen für die US-Präsidentschaftskandidatur statt.
  • In Mississippi, Missouri und Michigan setze sich Prognosen zufolge der Bewerber Joe Biden gegen seinen stärksten Konkurrenten Bernie Sanders durch.
  • Biden hatte in den vergangenen Tagen öffentliche Unterstützung von mehreren moderaten Demokraten bekommen, die aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegen waren.

Joe Biden hat im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten einen weiteren, wichtigen Sieg errungen. Ersten Prognosen zufolge gewann der frühere Vizepräsident unter Barack Obama die Vorwahlen der Demokraten in Mississippi und Missouri sowie im wichtigen Vorwahlstaat Michigan und setzte sich damit gegen seinen stärksten Konkurrenten Bernie Sanders durch, der nun kaum noch Chancen hat.

Auch in den Staaten Idaho, North Dakota und Washington wurden Vorwahlen abgehalten. Die Abstimmungen erstreckten sich über mehrere Zeitzonen. Bei den Republikanern, die am Dienstag ebenfalls Vorwahlen abhielten, stand das Ergebnis quasi schon fest: US-Präsident Donald Trump hat parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Er konnte erneut mit überwältigenden Resultaten rechnen.

In Missouri werden 68 Delegierte vergeben. Der Staat gilt als einer der konservativeren unter den sechs Staaten, in denen am Dienstag gewählt wurde. In Missouri werden 68 Delegierte vergeben. Der Staat gilt als einer der konservativeren unter den sechs Staaten, in denen am Dienstag gewählt wurde.

Biden (77) hatte vergangene Woche beim wichtigsten Vorwahltag, dem "Super Tuesday", mit Vorwahlen in 14 Bundesstaaten eine überraschende Siegesserie hingelegt und Sanders (78) den Rang als Favorit in nationalen Umfragen abgelaufen. Der aktuelle Wahltag gilt als zweitwichtigste Station im US-Vorwahlkampfkalender und wird daher auch gern "Super Tuesday II" genannt.

Anteil der Briefwahl im Staat Washington hoch

Biden hatte in den vergangenen Tagen öffentliche Unterstützung von mehreren moderaten Demokraten bekommen, die aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegen waren. Zuletzt schlugen sich auch die ehemalige Bewerberin Kamala Harris und der ebenfalls ausgestiegene Senator Cory Booker auf seine Seite - sie flankierten ihn auch am Montag auf der Bühne in Detroit. Harris' und Bookers Unterstützung könnte Biden erneut einen kleinen Schub geben, insbesondere bei afroamerikanischen Wählern.

Im Staat Washington, der bislang in den USA am stärksten davon betroffen ist, wird ohnehin überwiegend per Briefwahl abgestimmt. Wegen des Prozederes bei der Abstimmung könnte es Tage dauern, bis dort Ergebnisse vorliegen. Wegen des Virus hatten Biden und Sanders letzte Wahlkampfauftritte abgesagt.

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© SZ.de/dpa/jael
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