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US-Vorwahl:Jeb Bush hätte Nikki Haleys Hilfe dringend gebraucht

Dass Nikki Haley den Senator aus Florida unterstützt, gefällt Susan O'Connell aus Easley. "Ich schwanke zwischen ihm und Ben Carson, aber dieser Auftritt hat mich sehr beeindruckt", sagt sie, während die Gouverneurin mit Fans für Selfies posiert. Der vierfachen Mutter gefällt, dass Carson nie Politiker in Washington war, aber sie zweifelt an dessen Aussichten. "Rubio hat mehr Chancen, gewählt zu werden", sagt sie und ergänzt: "So lange ist er gar nicht in DC."

Der 28-jährige Jeremy Barker unterstützt Rubio aus einen anderen Grund: "Ich mag seinen Optimismus. Die Positionen von Ted Cruz sind auch gut, aber er kommt viel negativer rüber und attackiert die anderen mehr." Dem Senator aus Texas, der in Iowa deutlich siegte, wird Haleys endorsement für Rubio ebenso wenig gefallen wie Jeb Bush.

Der Ex-Gouverneur aus Florida hätte Haleys Hilfe dringend gebraucht (er nannte deren Unterstützung "die bedeutendste und wirkungsmächtigste" in South Carolina), um einen Sprung in den Umfragen zu machen, wo er bei zehn Prozent stagniert. Er muss dringend besser abschneiden als Rubio, um seine Spender davon zu überzeugen, dass er der Partei nicht schadet, wenn er länger im Rennen bleibt.

Es scheint, als sei Rubio wieder obenauf

Auch für Cruz steht am Samstag viel auf dem Spiel. Donald Trump führt mit so großem Vorsprung, dass ähnlich wie in New Hampshire die eigentliche Spannung darin besteht, wer zweiter wird. Und für den ultrakonservativen Cruz wäre es ein unerwarteter Rückschlag, wenn er in South Carolina, wo viele evangelikale Christen leben, hinter Rubio landen würde.

Momentan scheint es, dass der junge Senator aus Florida, der in New Hampshire überraschend schwach abschnitt, wieder obenauf ist und sein #Marcomentum wiedergefunden hat. Während er in Greenville auf der Bühne steht, verschickt sein Presseteam einen Link zum offiziellen "Governor Nikki Haley endorses Marco Rubio"-Video. Diesen Clip werden die Wähler in South Carolina bis zum Samstag nun oft sehen. Sehr oft.

© SZ.de/cmy
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