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US-Republikaner:"Donald Trump bringt das gespaltene Amerika zusammen"

Tausende besuchen die Veranstaltungen des exzentrischen Milliardärs. Während einige schlicht neugierig sind auf den Entertainer Trump, sehen andere in ihm den Retter des Landes.

Von Matthias Kolb, Sioux City

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Quelle: Matthias Kolb

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Stephanie Stabley (24, Lehramtsstudentin, Sioux City, Iowa): "Ich bin hier, weil ich den Mann sehen will, den ich wählen werde. Ich mag an Donald Trump, dass er in der Einwanderungspolitik klare Positionen hat. Er mag alle Menschen, aber die Leute sollen auf dem gesetzeskonformen Wege herkommen. Leute, die illegal einreisen und Probleme machen, brauchen wir nicht. Er wird für mehr Jobs sorgen - und steht für alles, was Hillary Clinton nicht ist. Sie kann ja nicht mal mit zwei E-Mail-Accounts umgehen, wie soll sie also eine gute Präsidentin sein? Ich habe mich gerade als Republikanerin registrieren lassen, damit ich am 1. Februar Donald Trump meine Stimme geben kann."

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Bill Smith (47, Selbstständiger, Sioux City, Iowa): "Es ist sehr gut, dass jemand seinen Wahlkampf komplett selbst finanziert und nicht auf Sponsoren aus der Industrie angewiesen ist. So etwas finden alle Leute toll, das wünschen sie sich. Donald Trump muss sich nicht zurückhalten, er kann so originell auftreten, wie er ist. Er hat sich ein Milliarden-Vermögen erarbeitet, er ist Geschäftsmann und weiß, wie die Dinge funktionieren. Es ist ein Plus, dass er nie ein politisches Amt inne hatte. Er ist besser qualifiziert für das Weiße Haus als Barack Obama es je war."

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Scott Utech (60, Omaha, Nebraska): "Ich glaube, dass Donald Trump der Kandidat ist, der dieses gespaltene Land wieder zusammen bringen kann. Wenn er Präsident wird, dann wird der Stillstand in Washington aufhören. Trump war immer erfolgreich, er zieht den Erfolg an. Ich wünsche mir einen Präsidenten, der etwas geleistet hat. Seine Bemerkungen über die illegalen Einwanderer halte ich nicht für beleidigend: Das ist, was die Amerikaner denken. Aber wer so etwas früher gesagt hat, der wurde sofort als Rassist dämonisiert. Ich finde, dass jeder auf rechtmäßigem Wege kommen kann, das ist okay. Aber die vielen Illegalen zerstören unser Sozialsystem und Trump spricht das aus. Jeder hier muss sich an Gesetze halten. Ich trage ein T-Shirt der National Rifle Association: Dass Trump verspricht, unser Recht auf Waffenbesitz zu verteidigen, gefällt mir natürlich auch."

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Veronica Krage (59, Sioux City, Iowa): "Ich wünsche mir einen Geschäftsmann als Präsidenten, der weiß, wie man mit Geld umgeht und nicht zu viel ausgibt. Sein Vermögen beweist doch, dass er das kann. Ich hoffe, dass er den Kurs unseres Landes umdrehen kann, damit es uns allen wieder besser geht. Dass er sein eigenes Geld in die Kampagne steckt, imponiert mir. Ich halte ihn für ehrlich, ich glaube, dass er seine Versprechen einhalten wird. Ich werde vor dem Caucus am 1. Februar bei all meinen Bekannten und Freunden werben, dass sie für Trump stimmen. Ich bin eine stolze Republikanerin und habe an jeder Wahl teilgenommen, aber seit langem hat mich niemand so begeistert wie er."

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Kade Lamberty, (21, Vizechef der College Republicans in South Dakota): "Ich bin mit ein paar Freunden eine Dreiviertelstunde von South Dakota hergefahren, um Donald Trump zu sehen. Unser Staat ist so konservativ, dass Politiker nie dorthin reisen. Ich bin aus Neugierde hier, der Mann ist einzigartig. Aber ich sehe das mehr als Entertainment hier, um ehrlich zu sein. Ich finde andere republikanische Kandidaten besser - etwa Marco Rubio. Ihm traue ich zu, die gespaltene Partei zu einen. Wie ich mir Trumps Erfolg erkläre? Die Basis streckt der Parteiführung den Mittelfinger entgegen und sagt: 'So geht es nicht weiter!' Warten wir ab, wie lange sein Höhenflug anhält. Aber bevor ich einen Demokraten wähle, würde ich für Trump stimmen."

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Rod Fonkert (Rentner, Sheldon, Iowa): Ich engagiere mich seit ein paar Monaten als Freiwilliger bei "Trump 2016". Ganz ehrlich: Mich beeindruckt vor allem, dass Donald Trump nicht zur elitären Clique in Washington gehört. Wenn die Leute Namen wie Hillary Clinton oder Mitch McConnell oder John Boehner hören, dann denken sie "Lügner". Ich habe all diese Lügen satt. Trump hingegen ist ehrlich und spricht aus, was er denkt. Dass er selbst so reich ist, stört mich nicht. Er weiß, wie man verhandelt - und wird dafür sorgen, dass die USA im Ausland wieder respektiert werden."

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Dustin (29, Angestellter in der Finanzbranche, Sioux City, Iowa): "Ich bin aus Neugierde hier und wollte ihn mir mit eigenen Augen anschauen. Ich bin kein Anhänger, sondern würde mich als Sympathisant bezeichnen. Ich finde ihn sehr erfrischend, er tut der Debatte in diesem Land gut. Er sagt, was er denkt - das bringt ihm Vor- und Nachteile. Ich sehe es als großes Plus an, dass er noch kein politisches Amt inne hatte."

© SZ.de/ghe

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