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US-Präsidentschaftswahlkampf:"Ben Carson macht mir Hoffnung"

Neben Trump ist der Republikaner Ben Carson die Überraschung des Wahlkampfs. Seine Anhänger bewundern Carsons Leistung als Chirurg und seinen Glauben - und dass er keine politische Erfahrung hat.

Von Matthias Kolb, Des Moines/Iowa

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Quelle: Mathias Kolb

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William Morris (58, Anwalt, Des Moines): "Dr. Carson ist nicht wie all die anderen Kandidaten vor ihm. Er macht mir Hoffnung. Es spielt für mich keine besonders große Rolle, dass er wie ich Afroamerikaner ist. Mir sind sein Glaube und sein Auftreten wichtiger. Ich finde auch, dass er etwas Väterliches hat. Weil wir überzeigt sind, dass Ben Carson genau der Präsident ist, den Amerika jetzt braucht, engagieren sich meine Frau und ich auch als Freiwillige."

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Kolton Knapp (15 Jahre, West Des Moines, Mitte): "Ich finde Ben Carson toll, weil er für konservative Werte steht. Er ist ein echter Republikaner. Mir gefällt vor allem, dass er gegen Abtreibung und Homosexualität ist. Leider konnte ich mich nicht mit ihm länger unterhalten: Wir haben ein Foto gemacht, dann musste ich weitergehen."

Dezell Turner (15 Jahre, Des Moines): "Ich bin mit meiner Mutter zur Signierstunde gekommen. Ich bewundere seine Leistung als Gehirnchirurg, und er ist ein Vorbild für mich. Auch ich möchte später Wissenschaftler werden, und Ben Carson inspiriert mich. Wenn er es geschafft hat, dann ist das auch für mich als schwarzer Teenager möglich."

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Christina Taylor (Ärztin, West Des Moines): "Mein Ehemann sitzt für die Republikaner im Repräsentantenhaus von Iowa. Wir sind die Vorsitzenden von Ben Carsons Wahlkampagne hier in Iowa. Uns gefällt, dass er großen Wert auf Bildung und die traditionelle Familie legt. Er steht auch dafür, dass die Regierung sich nicht in alles einmischen soll. Bisher läuft alles super: Zu seinen Events kommen sehr viele neugierige Leute. Auch in den TV-Debatten tritt er gut auf. Je näher der Wahltag rückt, umso wichtiger werden diese Diskussionen."

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Alec (24, Student, Des Moines): "Ich möchte im kommenden Jahr Medizin studieren, deswegen beeindruckt mich die Karriere von Dr. Carson sehr. Andere Kandidaten wie Marco Rubio oder Ted Cruz reden ständig davon, unter welch schwierigen Umständen sie aufgewachsen sind. Sie hatten es sicher nicht leicht als Kinder kubanischer Einwanderer, aber so schwer wie Ben Carson hatte es niemand. Doch er hat die Armut in Detroit hinter sich gelassen - und sein Beispiel zeigt, dass sich jeder mit guter Bildung und Ehrgeiz hocharbeiten kann."

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Ben Dreyer (36, Versicherungsmakler, Waukee): "Mir gefällt an Ben Carson, dass er nicht aggressiv auftritt und die anderen Präsidentschaftskandidaten nicht angreift. Es schadet der konservativen Sache, wenn sich Republikaner gegenseitig niedermachen. Ich glaube, dass Carson die Stimmung in unserem Land verbessern kann: Auch Demokraten sollten für seine Botschaft empfänglich sein. Ich habe bereits für seine Organisation gespendet und ich engagiere mich als Freiwilliger. Ich will möglichst viele meiner Bekannten überzeugen, am 1. Februar für Dr. Carson zu stimmen."

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Bart Collins (61, Ankeny): "Ich engagiere mich schon lange für Dr. Carson. Ich habe bereits als Freiwilliger Unterschriften für das 'Draft Ben Carson for President Committee' gesammelt - und wir haben ihn überzeugt, dass er kandidiert. Ben Carson inspiriert mich, er spricht bewegend über seinen Glauben. Auch ich bin religiös. Und es ist mir wichtig, dass er kein Karriere-Politiker ist. Die Abgeordneten im Kongress denken nur an ihre Wiederwahl."

© SZ.de/ghe

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