US-Präsidentschaftsbewerber Rick Perry:Neue Probleme für den Kandidaten Cain

Lesezeit: 3 min

Ob der Fehler tatsächlich das Ende der Perry-Kampagne ist, wird sich erst noch zeigen. Klar ist allerdings, dass es ihm wenig geholfen hat, sich am Ende der Sendung doch noch zu erinnern, dass er das Energieministerium abschaffen will.

Republican presidential candidates debate in Michigan

Auch der hektische Blick in die Unterlagen hilft nichts: Rick Perry kann sich nicht mehr daran erinnern, dass er das Energieministerium abschaffen möchte.

(Foto: dpa)

Gefährliche Drohung

Die Vorwürfe gegen Herman Cain streifte die Debatte nur am Rande. Cain wurde lediglich gefragt, welche Bedeutung er dem Charakter eines Präsidentschaftskandidaten beimesse. Cain antwortete: "Die Bürger Amerikas verdienen etwas Besseres, als dass jemandem basierend auf falschen Anschuldigungen öffentlich der Prozess gemacht wird."

Mitt Romney hielt sich auch in dieser Debatte bedeckt. Als er gefragt wurde, ob er als Geschäftsmann Herman Cain angesichts der Vorwürfe auf seinem Posten gelassen hätte, antwortete er diplomatisch, das Cain selbst zu den Vorwürfen Stellung nehmen müsse. Das habe er getan, nun sei es an den Amerikanern, sich ihre Meinung zu bilden.

Vielleicht hilft ihnen Kandidat Cain dabei. Oder dessen Anwalt, der gerade mit einer Drohung Schlagzeilen provoziert. Frauen, die mit ähnlichen Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen wollen, sollten darüber "zweimal nachdenken".

Dem Kandidaten Romney dürfte diese Drohung mehr helfen als dem Mandanten Cain.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema