Deutschland und die USA:Der Obama-Besuch im SZ-Liveblog

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So lief der Obama-Besuch ab - das Wichtigste im Überblick:

  • Rede an historischem Ort: In seiner mit Spannung erwarteten Ansprache vor dem Brandenburger Tor spannt Obama einen weiten Bogen von der historischen Bedeutung Berlins für die freie Welt über moralische Verpflichtungen von Europäern und Amerikanern bis hin zu konkreten Themen. Besonders hervor hebt er sein Ziel einer atomwaffenfreien Welt: Die USA wollten die Zahl ihrer Atomsprengköpfe um ein Drittel verringern, sagt der US-Präsident. Und fordert das gleiche auch von Russland. Obama kündigt ein Ende des "Kriegs gegen den Terror" an - und sagt, er strebe immer noch die Schließung Guantánamos an.
  • Viel Lob und leise Kritik: Der erste Termin des Tages führt Obama zu Bundespräsident Joachim Gauck. Handshakes, Ehrenformation, alles strikt nach Protokoll. Dann folgt ein Gespräch mit Angela Merkel im Kanzleramt - und eine Pressekonferenz: Hier verteidigt Obama das US-Spähprogramm Prism. Dadurch seien mindestens 50 bedrohliche Pläne verhindert worden - auch in Deutschland. Das räumt die Kanzlerin ein, fordert allerdings "Verhältnismäßigkeit". In puncto Syrien bleiben Differenzen über die Frage von Waffenlieferungen an die Rebellen: Die USA wollen sie, Deutschland nicht. Obama verneint überdies, dass US-Drohnen von Deutschland aus gesteuert worden seien.
  • Gala-Dinner zum Abschluss: Mit einem festlichen Bankett in Schloss Charlottenburg, zu dem mehr als 200 geladene Gäste erwartet wurden, geht der Besuch Obamas zu Ende.

Der Besuch im Minutenprotokoll:

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