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US-Demokraten:Obama stellt sich hinter Clinton

Obwohl er keine Chance mehr hat, kämpft Bernie Sanders weiter um seine Kandidatur - auch Barack Obama kann ihn nicht aufhalten.

US-Präsident Barack Obama hat seine Demokratische Partei aufgerufen, sich hinter die Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zu stellen. In einem Video erklärte der Präsident: "Ich möchte, dass Sie die ersten sind, die erfahren, dass ich für sie bin." Obama rief die Demokraten dazu auf, "auf den Fortschritt zu bauen", der in seinen beiden Amtszeiten erzielt worden sei. "Ich glaube nicht, dass es jemals jemanden gab, der so qualifiziert für dieses Amt war", sagte Obama über seine frühere Außenministerin. Er sei "heiß darauf", mit ihr Wahlkampf zu machen.

Kurz zuvor hatte Obama ihren Konkurrenten Bernie Sanders getroffen. Offenbar versuchte der Präsident, Sanders zu überreden, seine Kandidatur aufzugeben - aber ohne Erfolg. Sanders kann Clinton bei den Vorwahlen ohnehin nicht mehr einholen. Doch trotzdem will er seine Kampagne fortsetzen. Er sei aber zu einem Treffen mit Clinton bereit und werde mit aller Kraft dafür arbeiten, dass der republikanische Bewerber Donald Trump nicht den Kampf ums Weiße Haus gewinne, sagte Sanders.

Obama lobte Sanders' Erfolge, junge Wähler zu erreichen. Er habe die Probleme der Ungleichheit und der Rolle des Geldes in der Politik angesprochen. "Diese Botschaft aufzunehmen wird uns helfen, im November zu gewinnen", erklärte er. Sanders sagte, er werde zur letzten Vorwahl antreten, die am Dienstag in Washington D.C. stattfindet, und er wolle seine Ideen auf den Parteitag Ende Juli in Philadelphia tragen. Das Hauptziel von ihm und der Demokratischen Partei aber sei es, den republikanischen Bewerber Donald Trump als Präsidenten zu verhindern. "Es ist für mich unglaublich, dass die Republikaner einen Kandidaten haben, der Fanatismus und Beleidigungen ins Zentrum seiner Kandidatur stellt", sagte Sanders.

Am Vorabend hatte Obama in einem Fernsehinterview gesagt: "Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben." Nun hoffe er aber, dass die Partei in den nächsten Wochen "die Reihen schließen" könne.