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US-Behörden schlagen Alarm:Warum sich Amerika vor Terror am Gedenktag fürchtet

Der Jahrestag rückt näher - und Amerika bangt: Islamistische Terroristen sollen einen neuen Anschlag planen, zehn Jahre nach 9/11. US-Behörden warnen vor der Gefahr, bleiben aber vage. Warum kommt der Alarm gerade jetzt? Wie groß ist die Bedrohung wirklich? Wen suchen die Ermittler? Und was hat der tote Osama bin Laden damit zu tun? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Unmittelbar vor dem zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 gehen US-Fahnder einem "aktiven Plan" des Terrornetzwerks al-Qaida für Angriffe auf Ziele New York und Washington nach. Bloße Vorsichtsmaßnahme oder echte Gefahr - Amerika bangt vor den Gedenkfeiern um seine Sicherheit.

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Videoüberwachung in New York: Amerikas Polizei ist in erhöhter Bereitschaft

(Foto: REUTERS)

Wovor warnen die US-Behörden?

Die Bundespolizei FBI und das Heimatschutzministerium veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie alle Sicherheitsbehörden in den USA aufforderten, den ohnehin schon hohen Grad der Wachsamkeit aufrechtzuerhalten. Es hieß, es gebe eine "spezifische, glaubhafte, aber unbestätigte Information über eine Bedrohung". Ein Bulletin mit der Warnung ging an 18.000 staatliche Einrichtungen. Zumindest einige der Informationen sollen von "befreundeten Geheimdiensten" stammen. Die Ermittler suchen Männer, die möglicherweise einen Attentat verüben wollen.

Was ist über die Terrorverdächtigen bekannt?

Der Fokus der US-Ermittler richtet sich auf drei Personen. Weder deren Alter, noch deren Namen sind bisher bekannt. Allerdings sickerte durch, dass es sich bei einem der Männer um einen amerikanischen Staatsbürger handelt. Mindestens ein anderer soll über eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die USA, eine Green Card, verfügen. Folglich ist den Männern Amerika nicht fremd, sie dürften keine Mühe haben, sich zurechtzufinden.

Woher kamen die potentiellen Täter?

Die gesuchten Männer sollen im August in die Vereinigten Staaten eingereist sein. Der US-Sender ABC berichtet unter Berufung auf anonyme Behördenquellen, die Personen seien auf dem Luftweg via Dubai eingereist. Ihre Reise hätten sie in den pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan begonnen - den Rückzugsgebieten von Al-Qaida-Terroristen und Taliban. Andere Quellen nennen Afghanistan als Ausgangspunkt der Männer. Wo sie sich derzeit aufhalten, ist unklar.

Welche Art von Anschlag wird befürchtet?

Verschiedene US-Medien berichten von Geheimdienstinformationen, die darauf hindeuten, dass al-Qaida einen Autobombenanschlag auf Brücken oder Tunnel plant. Zu Beginn des Jahres hieß es allerdings noch, das Terrornetzwerk erwäge eine Attacke aus der Luft. "Al-Qaida und ihre Verbündeten sind nach wie vor daran interessiert, Flugunterricht, insbesondere in Kleinflugzeugen, zu bekommen und Privatpersonen aus dem Westen für eine Ausbildung in Europa oder den Vereinigten Staaten anzuheuern", schrieben die US-Behörden damals in einem fünfseitigen Bericht, aus dem die Nachrichtenagentur AP zitierte.

Welche Orte gelten als besonders gefährdet?

Insbesondere die Schauplätze der Anschläge vom 11. September 2001 in Washington D.C. und New York. Aber prinzipiell sind alle Orte mit einem gewissen Symbolwert gefährdet, etwa das Kapitol in der Hauptstadt, aber auch die Golden Gate Bridge in San Francisco. Auch belebte Punkte wie Bahnhöfe, Flughäfen und Regierungsgebäude könnten Ziel einer Terrorattacke werden. Hier hätten die Täter besonders viele Opfer zu erwarten.

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