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Bundeskanzler Merz sieht negative Folgen für das Bundesland Sachsen-Anhalt, sollte die AfD eine Alleinregierung schaffen.
Bundeskanzler Merz sieht negative Folgen für das Bundesland Sachsen-Anhalt, sollte die AfD eine Alleinregierung schaffen.
Ralf Hirschberger/AFP

SZ am Morgen.

Von Nicolas Richter

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Diese Woche steht im Zeichen der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Alle Umfragen sagen einen sehr deutlichen Sieg der rechtsextremen AfD voraus. Aber wäre die Partei handwerklich überhaupt regierungsfähig? Mein Kollege Tim Frehler ist dieser Frage nachgegangen. Und Berit Kruse hat analysiert, ob es möglich wäre, in Sachsen-Anhalt eine funktionierende Koalition gegen die AfD zu bilden. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd.

Immer wieder entlarven sich AfD-Politiker selbst, so etwa der stellvertretende Landeschef in Sachsen-Anhalt, Hans-Thomas Tillschneider. Jüngst empfing er einen Reporter in seinem Büro, der umgehend eine Tasse der russischen Armee entdeckte. Lesen Sie dazu unsere Kolumne, das „Streiflicht“.

Ansonsten ringt die Koalition im Bund weiter mit ihren angedachten Reformen. SPD-Chefin Bärbel Bas stellt die geplante Neuregelung in Frage, wonach jemand, der oder die krankheitsbedingt nicht arbeiten kann, sich schon vom ersten Tag an vom Arzt krankschreiben lassen muss. Die Union antwortet auf die Bedenken von Bas, dass sie auf der Krankschreibung vom ersten Tag an bestehe. Mein Kollege Bastian Brinkmann hat die Debatte hier analysiert.

In Nepal zeigt sich derweil, wie tödlich die Sturzflut in der vergangenen Woche war. Unsere Korrespondenten in Asien, Thomas Hahn und Lea Sahay, schildern die Sorgen der Menschen angesichts neuer Gefahren aus dem Himalaja. Und wie Chinas Regierung im benachbarten Tibet den Kontrollverlust fürchtet. Es sind Szenen aus einer Region, in der nicht nur die Berge fragil sind.

US-Präsident Donald Trump setzt derweil seine imperialistischen Bestrebungen fort; er hat einen umfassenden Öl-Deal mit Venezuela verkündet. Experten warnen allerdings, dass das Milliarden-Geschäft in einem Fiasko enden könnte. Unser Lateinamerika-Korrespondent Jan Heidtmann kommentiert, der Sinn des Deals bestehe darin, „dass sich zwei autokratische Herrscher an der Macht halten können“.

Was heute wichtig ist

US-Militär greift iranische Raketenwerfer an. Das US-Militär hat erstmals seit Ende Juli wieder Angriffe in Iran geflogen. Ziel seien zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak gewesen, die daran gehindert werden sollen, neue Seeminen zu legen. Iran antwortet mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien. Zum Nahost-Liveblog

Merz: AfD-Sieg würde Sachsen-Anhalt erheblich schaden. Internationale Investoren könnten Sachsen-Anhalt im Falle einer AfD-Regierung meiden, sagt Merz im ARD-Sommerinterview. „Wenn das so kommt, wie das in den Umfragen möglich erscheint, dann wird dieses Bundesland erhebliche Probleme bekommen“, sagte der Kanzler weiter. Zum Bundespolitik-Liveblog

  • TV-Kritik zum ARD-Sommerinterview: Der Kanzler findet keine passenden Worte für die Weltlage
  • Datenanalyse zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Außer der AfD kann hier niemand gewinnen
  • AfD in Sachsen-Anhalt: Regieren? Vielleicht besser nicht

Nach Schüssen auf Technofestival: Eine Deutsche unter den Verletzten. Nach dem Schusswaffenangriff auf einem Technofestival in Aarau sind der oder die Täter weiter auf der Flucht. Eine Frau starb und fünf Menschen wurden verletzt, darunter eine Deutsche. Das Motiv für die Schüsse ist bislang unklar. Zum Artikel

Nepal: Schulleiter rettete wohl Hunderte Schüler in letzter Sekunde. Etwa 900 Schüler flohen zu Fuß und mit dem Bus, kurz bevor die Flut das Schulgebäude traf. Schulbusse mit Hunderten weiteren Kindern dirigierte ein geistesgegenwärtiger Schulleiter rechtzeitig um. Zum Artikel

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Digitalwende: Der Wettlauf um Post-Quanten-Kryptografie. Noch kann kein bekannter Quantencomputer die gängigen Verschlüsselungsverfahren knacken. Open-SSL-Präsident Tim Hudson beschreibt im Interview mit SZ Dossier, warum Abwarten die falsche Strategie ist und wo die größten Hürden liegen. Auch wichtig: Russische Desinformationskampagnen lassen sich mithilfe von KI immer passgenauer zuschneiden. Zum Briefing

Geoökonomie: Lithium aus Sachsen-Anhalt für mehr Unabhängigkeit. Unter der Altmark liegt womöglich eines der größten Lithiumvorkommen weltweit. Gemeinsam mit der Chemie- und Batterieindustrie in Bitterfeld-Wolfen könnte Sachsen-Anhalt daraus eine regionale Wertschöpfungskette aufbauen – und Europas Abhängigkeit von China verringern. Doch gegen chinesische Preise haben die deutschen Projekte nur dann eine Chance, wenn der Staat die Mehrkosten auffängt. Zum Briefing

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