Urteil gegen Perus Ex-Präsident Fujimori verurteilt

Der frühere peruanische Präsident Fujimori ist für schuldig befunden worden, einen Einbruch und den Diebstahl von belastenden Dokumenten angeordnet zu haben.

Perus Ex-Präsident Alberto Fujimori ist wegen der Anordnung eines Einbruchs und Diebstahls zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht befand den 69-Jährigen für schuldig, einen Angestellten angewiesen zu haben, in ein Haus einzubrechen und Dokumente, Videos und Tonbandaufzeichnungen zu stehlen, mit denen der Geheimdienst unter Vladimiro Montesinos die Korruption der Regierung Fujimoris belegen wollte.

Der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori bei der Gerichtsverhandlung in Lima.

(Foto: Foto: AFP)

Fujimori kündigte an, in Berufung zu gehen. Es war das erste Urteil, das gegen ihn seit seiner Auslieferung aus Chile im September gefällt wurde. Insgesamt laufen vier Verfahren gegen Fujimori, der im Jahr 2000 nach zehn Jahren an der Macht wegen eines Bestechungsskandals zunächst nach Japan floh.

Unter anderem muss er sich Vorwürfen stellen, Entführungen sowie zwei Massaker angeordnet zu haben, bei denen 25 Menschen getötet wurden. Ihm drohen in diesem Verfahren bis zu 30 Jahre Gefängnis. Er wies die Vorwürfe am Montag entschieden zurück.