Sabotage gegen UnterseekabelWettrüsten am Meeresgrund

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Die Verwundtbarkeit der internationalen Datennetze wächst. Hier verlegt ein Installationsschiff im Jahr 2015  das Sea-Lion-Unterseekabel in der Ostsee vor Helsinki.
Die Verwundtbarkeit der internationalen Datennetze wächst. Hier verlegt ein Installationsschiff im Jahr 2015  das Sea-Lion-Unterseekabel in der Ostsee vor Helsinki. (Foto: Heikki Saukkomaa/DPA)

Ohne Tiefseekabel funktioniert fast nichts mehr in der Welt. Während die Nato versucht, die digitalen Lebensadern besser zu schützen, feilen die Angreifer schon an neuen Techniken.

Von Markus Balser, Sina-Maria Schweikle, Berlin

Wie groß die Abhängigkeit der Welt von den Kabeln auf dem Grund der Meere ist, zeigen Studien sehr deutlich: Etwa 95 Prozent des weltweiten Datenverkehrs laufen durch jene gut 500 unter Wasser verlegten Hochleistungskabel, meistens betrieben von traditionellen Telekomkonzernen, aber auch von digitalen Unternehmen wie Google oder Amazon. Ihr Vorteil: Die Trassen sind viel leistungsfähiger als eine Übertragung via Satellit. Für die Finanzwirtschaft, das Gesundheitswesen oder Cloud-Dienste: Die Datentrassen zählen längst zu den wichtigen Lebensadern moderner Gesellschaften, ohne dass Bürger und Unternehmen das merken.

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Schon wieder ist in der Ostsee ein Unterseekabel beschädigt worden, erneut steht der Verdacht auf russische Sabotage im Raum – und damit auch die Frage, wie angreifbar unsere Welt unter Wasser ist.

SZ PlusVon Leonard Scharfenberg, Stefan Kloiber, Sarah Unterhitzenberger und Carolin Werthmann

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