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Ungarn:Die Opposition gegen Orbán formiert sich

Péter Jakab, Klára Dobrev und Gergely Karácsony

(Foto: AP)

Ein sehr buntes Parteienbündnis, von rechtsnational bis links-progressiv, will bei der Wahl im Frühjahr 2022 die Fidesz-Regierung von Viktor Orbán ablösen. Kann das gutgehen?

Von Cathrin Kahlweit, Budapest

In Budapest werden zurzeit viele Vergleiche mit Israel angestellt. Kann der ungarischen Opposition gelingen, was dem bunten Bündnis gegen Benjamin Netanjahu gelungen ist: eine historische Koalition zu schmieden, die alle politischen Differenzen überwindet und einen langjährigen Ministerpräsidenten aus dem Amt kickt? Und können machtbewusste, populistisch agierende Führer wie Netanjahu - und wie Viktor Orbán - in stark polarisierten Gesellschaften nur erfolgreich bekämpft werden, wenn sich die gesamte Opposition von links bis rechts gegen sie verbündet und an einem Strang zieht? Der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny verfolgte ein ähnliches Konzept in Russland: taktisch wählen und gemeinsam einstehen gegen den Autokraten Wladimir Putin. Nun sitzt er im Straflager.

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