Nach der Wahl beginnt das Feilschen. Péter Magyar hat Viktor Orbán besiegt, seine Partei wird das Sagen haben im neuen ungarischen Parlament, und der 45-Jährige will Ungarn schnell wieder zum Teamspieler in der Europäischen Union machen. Er hat viel versprochen, gleich am ersten Tag. Zu Hause will er im System Orbán aufräumen, das alle Schichten des Staats durchdringt, und in der Europapolitik hat er eine lange Liste an Ambitionen. Allein, ihm fehlt Geld, jedenfalls hat er nicht genug, um gleichzeitig den Haushalt und die marode öffentliche Infrastruktur zu sanieren. Weshalb er angewiesen ist auf Milliarden Euro an EU-Mitteln, die Brüssel Budapest wegen Korruptionsproblemen und Verstößen gegen EU-Recht verwehrt hat.
Europäische UnionDie Milliarden, von denen Ungarns Schicksal abhängt
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Im Mai wird Péter Magyar sein Amt antreten, aber das System Viktor Orbáns besteht fort. Bekommt der neue Premier dringend benötigte EU-Gelder, bevor es umgebaut ist?
Von Jan Diesteldorf, Brüssel
