Europäische UnionDie Milliarden, von denen Ungarns Schicksal abhängt

Lesezeit: 3 Min.

Starkes Symbol: Bevor am Montag in Budapest der Wahlsieger Péter Magyar auftritt, wird hinter seinem Sprechpult eine europäische Flagge ergänzt.
Starkes Symbol: Bevor am Montag in Budapest der Wahlsieger Péter Magyar auftritt, wird hinter seinem Sprechpult eine europäische Flagge ergänzt. ATTILA KISBENEDEK/AFP

Im Mai wird Péter Magyar sein Amt antreten, aber das System Viktor Orbáns besteht fort. Bekommt der neue Premier dringend benötigte EU-Gelder, bevor es umgebaut ist?

Von Jan Diesteldorf, Brüssel

Nach der Wahl beginnt das Feilschen. Péter Magyar hat Viktor Orbán besiegt, seine Partei wird das Sagen haben im neuen ungarischen Parlament, und der 45-Jährige will Ungarn schnell wieder zum Teamspieler in der Europäischen Union machen. Er hat viel versprochen, gleich am ersten Tag. Zu Hause will er im System Orbán aufräumen, das alle Schichten des Staats durchdringt, und in der Europapolitik hat er eine lange Liste an Ambitionen. Allein, ihm fehlt Geld, jedenfalls hat er nicht genug, um gleichzeitig den Haushalt und die marode öffentliche Infrastruktur zu sanieren. Weshalb er angewiesen ist auf Milliarden Euro an EU-Mitteln, die Brüssel Budapest wegen Korruptionsproblemen und Verstößen gegen EU-Recht verwehrt hat.

Zur SZ-Startseite

Ungarn
:Den Populisten Orbán ist die EU los – doch was bringt das?

Kein EU-Regierungschef hat seine europäischen Kolleginnen und Kollegen so oft geärgert wie der Ungar. Jetzt, da er sein Amt verloren hat, hoffen viele, dass es in Brüssel besser läuft.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: