Ungarn:"Es ist beunruhigend, beängstigend"

Budapest Pride march

Auf dem Pride March in Budapest sieht man kaum Lack und Leder und wenig nackte Brüste. Sie feiern nicht wie beim Christopher Street Day in Berlin. Sie protestieren.

(Foto: MARTON MONUS/REUTERS)

Budapest war immer liberaler als der Rest von Ungarn, Homosexualität nie ein großer Aufreger. Bis jetzt. Über Viktor Orbáns Hass auf Männer in Röcken und die Angst derer, die anders sind.

Von Cathrin Kahlweit, Budapest

Man sieht ihn sofort, wenn er sich durch die Menge am Madách-Platz schlängelt, obwohl es viele zu sehen gibt am Startpunkt der Budapest Pride, die sonst eher nicht zum Alltagsbild der ungarischen Hauptstadt gehören: Männer auf Plateauschuhen in lila Glitzer, Frauen in knallgelben Catsuits mit Federn im Haar, junge Mädchen, die wenig mehr tragen als eine Regenbogenfahne. Und doch sticht Máté Hegedüs heraus, nicht nur, weil er groß ist und seine Augen mit knallblauem Lidschatten geschminkt hat, einen Rock und ein bauchfreies Top trägt. Sondern weil er besonders selbstbewusst geht, hoch aufgerichtet, und dabei lächelnd nach rechts und links schaut. Nach dem Motto: Schaut ruhig her, ich bin da, ich bin ich.

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