UN-Sondergesandter für Syrien "Tragödie des Jahrhunderts"

Staffan de Mistura pocht im SZ-Interview darauf, dass es für den Krieg keine militärische Lösung geben kann. Er hofft auf eine Verständigung zwischen dem Westen und Russland.

Interview von Paul-Anton Krüger

SZ: Herr de Mistura, Sie kommen gerade aus Damaskus zurück, wo Sie versucht haben, eine Waffenruhe für Ost-Aleppo zu erreichen. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat Ihren Plan abgelehnt. Haben Sie noch Hoffnung, dass es in Syrien in absehbarer Zeit Frieden oder eine Verringerung der Gewalt geben wird?

Staffan de Mistura: Nach meinem Besuch in Damaskus bin ich sehr besorgt, was die Zukunft Ost-Aleppos betrifft. Ausgehend von dem, was mir die Regierung gesagt hat, habe ich den Eindruck, ...