Diesen Tag damals in New York wird Jean Asselborn nicht vergessen. Die Botschafter der 193 Mitgliedstaaten hatten ihre Stimmen abgegeben, nun konnte der Luxemburger nur noch warten. Über Jahre hatte er Wahlkampf gemacht, war um die halbe Welt geflogen, hatte ganz Afrika bereist. Und dann: Als das erste Resultat verkündet wurde, fehlte eine Stimme. 128 Stimmen erhielt das kleine Luxemburg bei seiner Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. 129 Stimmen sind nötig für die erforderliche Zweidrittelmehrheit.
Vereinte NationenWie Johann Wadephul eine Niederlage auf der Weltbühne verhindern will
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Zum siebten Mal strebt die Bundesrepublik in den Sicherheitsrat. Für den bevölkerungsreichsten EU-Staat und zweitgrößten Finanzier der UN eine machbare Aufgabe. Oder?
Von Daniel Brössler, New York
