Goran Jelisić arbeitete vor dem Krieg als Traktorfahrer. Sein Spitzname war "Serbischer Adolf". In der Stadt Brčko in Nordbosnien brachte er 1992 als Mitglied der Polizeitruppe mindestens 15 Menschen um. Vor dem Prozess bekannte er sich der ihm zur Last gelegten Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie der Kriegsverbrechen schuldig. Der Prozess begann am 30. November 1998. Wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen wurde Jelisić am 14. Dezember 1999 zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Berufungskammer sprach ihn am 5. Juli 2001 vom Vorwurf des Völkermords frei, ohne das Strafmaß zu ändern. (Foto von 1999)

Bild: REUTERS 8. April 2015, 20:092015-04-08 20:09:48 © SZ.de/ewid