InfrastrukturSchneller bauen ohne Kläger?

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Bauarbeiten an der Bundesautobahn 14 zwischen Halle und Magdeburg, im November 2000: Der Rechtsstreit um das Projekt dauerte ungewöhnlich lang.
Bauarbeiten an der Bundesautobahn 14 zwischen Halle und Magdeburg, im November 2000: Der Rechtsstreit um das Projekt dauerte ungewöhnlich lang. (Foto: DPA)

Die Koalition will die Klagerechte der Umweltverbände stutzen, damit Verkehrsprojekte vorankommen. Doch der rechtliche Spielraum für eine Reform ist gering – und ihr Nutzen fraglich.

Von Wolfgang Janisch, Karlsruhe

Politik bedeutet immer auch, Geschichten erzählen zu können, und eine dieser Geschichten geht so: Dass Deutschland sich so schwertut mit dem Ausbau seiner Infrastruktur, daran seien auch die Umweltverbände schuld, die gegen jede noch so kluge Planung vor Gericht ziehen. Sie seien es, so lautet die Botschaft, die den Straßenausbau mühsam und die Bahnprojekte kompliziert machten. Aber weil Politik nicht nur Geschichten erzählen kann, sondern auch Gesetze erlassen, hat der Koalitionsausschuss im Dezember beschlossen, das Klagerecht der Verbände deutlich einzuschränken.

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