bedeckt München 26°

Umstrittenes Bahnprojekt:Stuttgart-21-Gegner blasen Boykott ab

Sie haben sich erst geweigert, nun sagen die Gegner von Stuttgart 21 ihre Teilnahme an der Stresstest-Präsentation für den von ihnen ungeliebten Bahnhof doch zu. Auf ihre Forderung hin wird der Termin auf Freitag verlegt.

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 nimmt nun doch an der Präsentation des Stresstests für den umstrittenen Tiefbahnhof teil. Das kündigte Schlichter Heiner Geißler am Sonntagabend im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa an. Die Bedingung der Projektgegner sei gewesen, das für Dienstag geplante Treffen nach hinten zu verlegen. "Deshalb verschieben wir das auf Freitag", sagte Geißler. Das sei mit der Bahn abgesprochen.

'Stuttgart 21' droht zum Finanzierungsskandal zu werden

Zurück an den Tisch. Nun nehmen die Stuttgart-21-Gegner doch an der Präsentation des Stresstests des von ihnen ungeliebten Projekts teil.

(Foto: dapd)

Eigentlich wollte das Aktionsbündnis die Vorstellung des Gutachtens zum Stresstest boykottieren, weil es mit den Voraussetzungen nicht einverstanden war. Bis zuletzt hatten die Gegner einen zweiten Stresstest gefordert. An dessen Erstellung müssten auch sie selbst mitarbeiten können.

"Überwältigende Zahl an Zuschriften"

Die Sprecherin des Bündnisses, Brigitte Dahlbender, bestätigte die Rückkehr an den runden Tisch. Man habe eine "überwältigende Zahl an Zuschriften aus dem ganzen Land" bekommen, die um eine Teilnahme baten, sagte die BUND-Landesvorsitzende der dpa. Viele hätten die Sorge geäußert, dass ansonsten nur die Bahn ihre Sicht der Dinge darstellen könne. Das Bündnis habe diese Menschen nicht enttäuschen wollen.

"Es ist keine Schande, wenn man sich von diesen zahlreichen Voten umstimmen lässt." Eigentlich wollte das Aktionsbündnis die Vorstellung des Gutachtens der Schweizer Verkehrsberatungsfirma SMA zum Stresstest boykottieren, weil es mit den Voraussetzungen nicht einverstanden war. Bis zuletzt hatten die Gegner einen zweiten Stresstest gefordert. An dessen Erstellung müssten auch sie selbst mitarbeiten können.