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Umfrage:Homeoffice belastet

Die Arbeit im Home-Office macht die Menschen flexibler, aber sie schafft auch neue Belastungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Demnach bewerten die Beschäftigten positiv, dass sie ihre Arbeit häufig selbständig planen können. Sie klagen allerdings auch über eine Reihe von Problemen, etwa, dass sie ständig erreichbar sein müssten (39 Prozent) und zum Teil unbezahlte Arbeit leisten (29 Prozent). Jeder fünfte Befragte gibt an, zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn liege oft weniger Ruhezeit als die gesetzlich vorgeschriebenen elf Stunden. 16 Prozent beschweren sich über zu lange Arbeitszeiten von mindestens 48 Stunden pro Woche. Angesichts dessen begrüßte DGB-Chef Reiner Hoffmann, dass die Bundesregierung ein Gesetz plant, mit dem das Home-Office stärker reguliert werden soll. Er kritisierte allerdings, dass der Entwurf kein Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte vorsehe. "Das ist eine Voraussetzung dafür, dass mobile Arbeit tatsächlich zu besseren Arbeitsbedingungen und zu mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten führt", sagte Hoffmann. Für die Studie wurden 6300 Beschäftigte von Januar bis Mai 2020 befragt, 18 Prozent arbeiten demnach im Home-Office.

© SZ vom 09.12.2020 / bepe
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