Umfrage des BeamtenbundesVertrauen in den Staat sinkt weiter

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Das Vertrauen der Deutschen in die Handlungsfähigkeit des Staates ist auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Lediglich 17 Prozent trauen dem Staat zu, seine Aufgaben zu erfüllen, wie aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes (dbb) hervorgeht. Das sind 6 Prozentpunkte weniger als 2025. Den größten Verbesserungsbedarf sehen 55 Prozent der Befragten beim Thema soziale Sicherungssysteme und Rente. Auf Platz zwei folgt die wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplatzsicherheit (54 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sehen zudem dringenden Nachholbedarf bei der Infrastruktur, insbesondere bei Straße und Schiene. Die Ergebnisse seien „extrem alarmierend“, sagte dbb-Bundesvorsitzender Volker Geyer. „Ein solcher Vertrauensverlust ist eine Gefahr für unsere Demokratie.“

Bei den Themen Asyl- und Flüchtlingspolitik sowie innere Sicherheit, die die Rangliste der Baustellen im vergangenen Jahr noch angeführt hatten, habe sich die Lage dagegen entspannt. „Vielleicht liegt hierin auch eine Botschaft an die Politik“, erklärte Geyer: „Durch konsequentes Handeln kann der Negativtrend in den Umfragen tatsächlich gestoppt werden.“ Die Zufriedenheit mit der Arbeit des öffentlichen Diensts sank der Umfrage zufolge ebenfalls auf einen neuen Tiefpunkt: Jeder Zweite (51 Prozent) attestierte eine verschlechterte Leistungsfähigkeit der Behörden. Dabei wünschen sich die Befragten vereinfachte Vorschriften (86 Prozent), verkürzte Bearbeitungszeiten (78 Prozent) und mehr Digitalisierung (72 Prozent). Die Bürgerbefragung öffentlicher Dienst lässt der Deutsche Beamtenbund seit 2007 jährlich durchführen. Für die aktuelle Studie wurden von Forsa im Juli dieses Jahres 2018 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger online befragt.

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