SonntagsfrageSo würden die Deutschen wählen, wenn Bundestagswahl wäre

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Wie entwickelt sich der Zuspruch zu Deutschlands Parteien? Danach erkundigt sich eine ganze Reihe von Umfrageinstituten regelmäßig bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Wie entwickelt sich der Zuspruch zu Deutschlands Parteien? Danach erkundigt sich eine ganze Reihe von Umfrageinstituten regelmäßig bei den Bürgerinnen und Bürgern. Lina Moreno/SZ

Die Regierungsparteien Union und SPD sind unbeliebt, AfD und Linke gewinnen an Unterstützung. Eine Übersicht zur Wählerstimmung in der Sonntagsfrage in Grafiken.

Von Sören Müller-Hansen und Marko Zotschew

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Dieser Artikel wird regelmäßig mit aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl aktualisiert:

  • Stärkste Parteien: Die AfD ist Mitte April an der Union (CDU und CSU) vorbeigezogen und führt in den Umfragen deutlich. Bei einer Wahl am kommenden Sonntag könnte die AfD etwa 28 Prozent der Stimmen erhalten und liegt damit rund sechs bis sieben Prozentpunkte vor der Union, was bis dato den größten Vorsprung zur CDU/CSU darstellt.
  • Im Abwärtstrend: Die SPD steht im Vergleich zur Bundestagswahl im Februar 2025 mit etwa 12 Prozent verschlechtert da, die Umfragewerte der Union sind noch deutlicher gesunken.
  • Aufsteiger: Die Grünen kommen Mitte August auf rund 14 Prozent, Aufwind gab ihnen im Frühjahr vor allem der Sieg von Cem Özdemir bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Die Linken haben sich mit gut zwölf Prozent in den Umfragen um einige Prozentpunkte verbessert. Den größten Zuwachs im Vergleich zur Wahl verzeichnet derzeit die AfD (plus fünf bis neun Prozentpunkte). Warum die AfD in den Umfragen so stark ist, lesen Sie hier.
  • Fünf-Prozent-Hürde: Die FDP und das BSW stehen in den Umfragen bei weniger als fünf Prozent, also unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Bei beiden Parteien ist es aktuell unwahrscheinlich, dass sie bei einer Wahl in den Bundestag einziehen würden.

In Umfragen ermitteln Meinungsforschungsinstitute, wie die Parteien abschneiden könnten, falls bereits am kommenden Sonntag Bundestagswahlen wären.

Die aktuellen Umfragen bilden immer nur ein aktuelles Stimmungsbild in der wahlberechtigten Bevölkerung ab. Eine Prognose für die nächste Bundestagswahl stellen sie nicht dar, der nächste Wahltermin liegt regulär in den ersten Monaten des Jahres 2029. Bis dahin kann sich die Wählermeinung noch deutlich ändern.

Da für einzelne Umfragen immer nur gut 1000 Menschen befragt werden, sind die Ergebnisse auch mit Unsicherheiten behaftet. Um ein besseres Bild davon zu vermitteln, in welchem Prozentbereich die Parteien realistisch landen könnten, berechnet die Süddeutsche Zeitung einen Umfragekorridor aus den jeweils 15 neuesten Umfragen. Wenn sich der Unsicherheitsbereich von zwei Parteien überlappt, ist also nicht klar, welche der beiden Parteien in der Stimmung vorn liegt. Genauso könnten Parteien knapp an der Fünf-Prozent-Hürde bei einer Wahl den Einzug ins Parlament schaffen oder auch verpassen.

Deshalb können aktuelle Umfragen auch nur Tendenzen aufzeigen, ob sich die Stimmung gegenüber einzelnen Parteien im Vergleich zur Bundestagswahl 2025 verschlechtert oder verbessert hat. Die beiden Punkte in der Grafik zeigen das obere und das untere Ende des Unsicherheitsbereichs. Liegen beide Punkte links im negativen Bereich, ist die Partei derzeit unbeliebter als bei der Wahl im Februar 2025. Sind beide Punkte im rechten Bereich, hat sich die Partei in der Sonntagsfrage verbessert. Überlappt der Unsicherheitsbereich die Null, gibt es keine nennenswerte Veränderung.

Bei der vorgezogenen Neuwahl des Bundestags am 23. Februar 2025 hatte die Union mit Spitzenkandidat Friedrich Merz mit 28,5 Prozent klar gewonnen. Die AfD landete mit 20,8 Prozent auf Platz zwei. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten und zu diesem Zeitpunkt amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz stürzte auf 16,4 Prozent ab. Die Grünen kamen auf 11,6 Prozent, die Linkspartei auf 8,8 Prozent. Das BSW scheiterte mit 4,9 Prozent denkbar knapp an der Fünf-Prozent-Hürde, die FDP zog mit 4,3 Prozent der Stimmen ebenfalls nicht in den Bundestag ein.

Wissen Sie, welche Partei in Sachsen-Anhalt zu Ihnen passt? Beantworten Sie im wissenschaftlichen Test der Universitäten Potsdam, Greifswald, Jena, Chemnitz und Darmstadt einige Fragen und lassen Sie es sich ausrechnen unter party-check.org.

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