Seit dem frühen Morgen schrillen die Polizeisirenen durch Danzig, ein Staatschef nach dem anderen muss offenbar mit möglichst viel Lärm zur Amber Expo gebracht werden, dem Bernstein-Messegelände, wo am Vormittag die Ukraine Recovery Conference eröffnet wird. Delegationen aus 70 Ländern sind angekündigt. Diese Wiederaufbaukonferenzen haben in jedem Jahr seit der russischen Vollinvasion in die Ukraine stattgefunden. Nun erstmals in Polen, in der eher beschaulichen Heimatstadt von Ministerpräsident Donald Tusk und in der Geburtsstadt der Solidarność – jener Gewerkschaft, mit deren Gründung der friedliche Wandel hin zur Demokratie im Ostblock begann.
Ukraine-Konferenz in PolenEin Zahltag und viele Pläne
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Wir wissen, was Krieg ist, aber auch, wie Frieden geht: Polens Premier Donald Tusk (li.) und Kanzler Friedrich Merz setzen in Danzig den Ton.
Adam Warzawa/PAP/dpaPolen richtet die fünfte Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine aus – und die EU überweist die erste Tranche des 90-Milliarden-Euro-Kredits. Eine zentrale Figur fehlt allerdings in Danzig.
Von Viktoria Großmann, Danzig
