Einsatz westlicher Waffen im Ukraine-Krieg:Wo die Grenzen liegen

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Er argumentiert mit der Landkarte dafür, der Ukraine freie Hand zu geben: Emmanuel Macron am Mittwoch neben Olaf Scholz auf Schloss Meseberg. (Foto: Ludovic Marin/AFP)

Sollen die Verbündeten der ukrainischen Armee erlauben, mit gelieferten Waffen Ziele in Russland anzugreifen? Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plädiert in Berlin dafür. Das wäre eine Wende. Der Bundeskanzler sagt weder Ja noch Nein.

Von Daniel Brössler, Berlin

Auf die Frage war der Präsident offenkundig vorbereitet. Ob Frankreich der Ukraine erlauben werde, französische Marschflugkörper vom Typ Scalp gegen Stellungen auf russischem Territorium einzusetzen, wurde Emmanuel Macron während der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz zum Ende seines Deutschlandbesuchs gefragt. Bevor er die Frage beantwortete, hielt Macron eine Karte in die Kameras, auf der Stellungen in Russland eingezeichnet sind, von denen aus die Ukraine angegriffen wird. "Das bedeutet, dass wir, wenn wir uns an die bisherigen Regeln halten, nicht in der Lage sind, die Basen anzugreifen, von denen aus die Geschosse in die Ukraine gestartet werden", erläuterte Macron. "Wir sind also der Meinung, dass es genehmigt werden muss, die Orte anzugreifen, von denen aus auf die Ukraine geschossen wird", folgerte er.

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