Seit Sonntag sind offenbar wieder die Diplomaten am Werk: Zum US-Plan für die Ukraine finden auf technischer Ebene Gespräche statt. Und die Akteure auf beiden Seiten des Atlantiks zeigen sich optimistisch, ohne den Eindruck zu erwecken, das Ziel sei erreicht. Am Montag gab die Ukraine dann bekannt, der Plan, der zu einem Frieden mit Russland führen soll, sei von 28 auf 20 Punkte reduziert worden. In den Tagen davor hatte es ausgesehen, als würden die USA das Land zur Kapitulation zwingen wollen – bis US-Außenminister Marco Rubio die Bühne übernahm. Das Drama rund um den Plan macht interne Differenzen in der US-Regierung deutlich. In der Hauptrolle: Trumps Berater Steve Witkoff.
US-Plan für die UkraineWie die USA Verwirrung stifteten
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Erst stellt Donald Trump Kiew ein Ultimatum zu einem Plan für die Ukraine, der manchen als russische Wunschliste erscheint. Nun ist der Plan plötzlich verhandelbar und der Zeithorizont offen. Wie kam es dazu?
Von Charlotte Walser, Washington

Trumps „28-Punkte-Plan“:Das kommt einem Scheidungsantrag an Europa nahe
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