Krieg in der Ukraine:Klitschko: "Alles geht so langsam"

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Krieg in der Ukraine: Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Boxprofi, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Boxprofi, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

(Foto: Markus Schreiber/dpa)

Der Bürgermeister von Kiew wendet sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos an die Bundesregierung - und fordert, der Ukraine unverzüglich weitere Waffen zu liefern.

Von Wolfgang Krach, Davos

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat an die Bundesregierung appelliert, seinem Land unverzüglich weitere Waffen zu liefern. "Wir brauchen schnelle Entscheidungen", sagte Klitschko am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Alles geht so langsam", kritisierte der frühere Boxweltmeister. "Wir verteidigen nicht nur die Ukraine, sondern wir verteidigen Europa, die Welt, jeden von Ihnen."

Zugleich dankte Klitschko Deutschland dafür, dass es vor dem Angriff Russlands am 24. Februar "der größte Unterstützer der Ukraine" gewesen sei. Jetzt gehe es aber darum, den "Genozid an der ukrainischen Bevölkerung" zu stoppen. "Jede Minute sterben Ukrainer. Jede Minute kann eine Rakete in ein Gebäude einschlagen." Im Osten seines Landes laufe gerade eine "riesige Schlacht".

Klitschko sagte, von den 3,5 Millionen Einwohnern Kiews lebten derzeit wieder 2,5 Millionen in der Stadt. Kurz nach dem Beginn des Krieges sei es nur noch eine Million gewesen. Jede und jeder müsse für sich selbst entscheiden, ob er oder sie in die ukrainische Hauptstadt zurückkehre. "Wir können den Menschen keine Garantie für ihre Sicherheit geben." Seine Hauptaufgabe sei es, "das normale Leben" wieder nach Kiew zurückzubringen.

Klitschko zeigte sich überzeugt davon, dass Russland sein Ziel nicht aufgegeben habe, die ganze Ukraine zu erobern. Deshalb brauche sein Land dringend Defensivwaffen, um sich zu verteidigen. Angesichts der Übermacht der russischen Arme werde es "nie genug Hilfe und Unterstützung" geben für sein Land.

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